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Tech-Startups geben 44 Milliarden Dollar bei Google, Facebook und Amazon aus

© Taylor Vick on Unsplash
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Digitale Produkte in die ganze Welt hinausblasen – dafür braucht es neben dem Team und dem Geld der Investoren vor allem zwei Dinge: Werbung und Cloud Computing. Das macht sich bei Tech-Startups und deren wachsendem Einfluss auf die Wertschaft immer deutlicher bemerkbar. Denn es sind mittlerweile viele dutzende Milliarden Dollar, die neu gegründete Unternehmen pro Jahr bei jenen Konzernen ausgeben, die ihnen diese beiden Dinge zur Verfügung stellen können.

Wie der Hedge-Fonds Bridgewater berechnet hat, geben Tech-Startups pro Jahr bei Amazon, Google und Facebook mittlerweile 44 Milliarden Dollar für Cloud-Dienste und Online-Advertising aus. Das entspricht rund zehn Prozent der Umsätze der Big-Tech-Unternehmen und immerhin mittlerweile 0,4 Prozent der weltweiten Wirtschaftsaktivität. Das berichtet aktuell die Financial Times, der die Analyse von Bridgewater vorliegt.

Erinnerungen an die Dotcom-Blase

2013, also vor sechs Jahren, war es nur neun Milliarden Dollar, die Startups bei den Tech-Riesen ausgegeben haben. In der kurzen Zeitspanne haben sich diese Ausgaben verfünffacht – und Facebook, Google und Amazon wesentlich geholfen, ihre Umsätze zu steigern. Bridgewater, das die Studie durchführen ließ, ist der weltweit größte Hedge-Fonds mit rund 160 Milliarden Dollar unter Management.

Die rege Wirtschaftsaktivität könnte man auch als ein Zeichen für die Überhitzung des Marktes nehmen. Denn im Jahr 2000, als die Dotcom-Blase platzte, machten die Ausgaben von damals gehypten Startups rund 0,6 Prozent der weltweiten Wirtschaftsaktivität aus. Mittlerweile werden rund 400 private Unternehmen von Investoren als Unicorns bewertet – also Startups, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind.

Fragwürdige Tech-IPOs

Auch 2019 gab es bis dato wieder eine ganze Reihe von IPOs von Startups. Nicht alle werden gut bewertet. Vor allem die Börsengänge von Uber und WeWork sorgen Skepsis, weil diese Unternehmen weit davon entfernt sind, Gewinne abzuwerfen. Ihre Geschäftsmodelle stellen sie wie berichtet selbst in Frage. Uber musste zuletzt wieder rund 400 Stellen abbauen, um Geld zu sparen, und die letzte Bewertung von WeWork von mehr als 40 MIlliarden Dollar durch private Investoren wird beim anstehenden IPO aller Voraussicht nach stark zusammen gekürzt – Gerüchten zufolge sogar auf so wenig wie zehn Milliarden Dollar.

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