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T-Breakfast: “Infrastruktur ist die Basis für digitales Wirtschaften”

Margarete Schramböck und Maria Zesch (CCO B2B Magenta) beim T-Breakfast. © Leadersnet.at / A.Felten
Margarete Schramböck und Maria Zesch (CCO B2B Magenta) beim T-Breakfast. © Leadersnet.at / A.Felten

“Heute soll’s weniger um die Politik gehen und mehr um die Inhalte.” Nach vielen Wochen Wahlkampf in Tirol hat sich die ehemalige (und zukünftige?) Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck in der opulenten Säulenhalle des Wiener MAK dem Thema Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung gewidmet. „Wir holen uns immer die besten Sprecher des Landes“, kündigte Maria Zesch, CCO Business & Digitalization bei Magenta Telekom, Schramböck als Gastgeberin des T-Breakfast an – jener morgendlichen Business-Veranstaltung, zu der mehrmals pro Jahr die wichtigsten Vertreter aus der Wirtschaft zu Vorträgen und zum anschließenden Netzwerken eingeladen werden.

Das „Once Only“-Prinzip

“Österreich als Standort für Digitalisierung und Innovation zu positionieren, habe ich immer als meine Aufgabe verstanden”, sagte Schramböck. Und: “Ich arbeite sehr gerne an diesen Themen weiter”, so die Bundesministerin außer Dienst. Für eine mögliche Fortsetzung ihrer Arbeit im Wirtschafts- und Digitalisierungsministerium hat sie bereits Pläne parat. Einer davon ist die rasche Umsetzung des so genannten „Once Only“-Prinzips, eine der sieben Säulen der EU-Digitalstrategie. Dabei handelt es sich um die gezielte, einmalige Erfassung von Daten durch Behörden – mit dem Ziel, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen und Behörden zu verringern.

Denn heute noch, so Schramböck, würden Unternehmen in Österreich jährlich rund 230 Millionen Meldeverpflichtungen nachgehen – das geht von der Übersiedelung eines Betriebs bis hin zur Anstellung von Lehrlingen. “Das kostet der Wirtschaft 4,2 Milliarden Euro pro Jahr”, so Schramböck. “Es sind Heerscharen von Mitarbeitern unterwegs, um Informationen an Behörden abzugeben.“ Mit einem zentralen Portal, von dem sich die Behörden die benötigten Informationen holen, könnte man diesen enormen Aufwand schnell und einfach verringern und am Ende noch ordentlich Kosten sparen. “Wir brauchen eine Bürokratiebremse”, so Schramböck.

Am T-Breakfast in der Säulenhalle des MAK. © Leadersnet.at / A.Felten
Am T-Breakfast in der Säulenhalle des MAK. © Leadersnet.at / A.Felten

“Es muss jeder den Weg mitgehen können“

Neben der weiteren Digitalisierung der Verwaltung will Schramböck auch weiter auf den Auf- und Ausbau der digitalen Kompetenz der Bevölkerung setzen. “Es muss jeder den Weg mitgehen können und nicht nur die Elite”, so die Politikerin. “Jeder Beruf in Österreich braucht digitale Inhalte.” Die Einführung der Lehrberufe für eCommerce und Coding während ihrer Zeit als Ministerin hätte schon Früchte getragen. “Seither 300 Lehrlinge mehr in diesen Berufen”, sagte sie. Ein Lehrberuf für Artificial Intelligence sei ebenfalls in Vorbereitung gewesen, die kommende Regierung würde das „hoffentlich wieder aufrufen.“

Grundlegend bei der Digitalisierung wird es in Österreich weiter um die Themen 5G und Glasfaser gehen. “Infrastruktur ist die Basis für digitales Wirtschaften”, so Schramböck. Leider sei die österreichische Wirtschaft da im internationalen Vergleich im Mittelfeld unterwegs. Während Großunternehmen längst auf Digitalisierung setzen, gibt es hierzulande ein strukturelles Problem. “KMU in der Digitalisierung mitzunehmen, ist eine der größten Herausforderungen”, so Schramböck. Kleine und mittlere Unternehmen hätten oft nicht das nötige Kapital, um schnell auf neue Technologien reagieren zu können. “Wir brauchen Anschubfinanzierungen für KMU.”

“5G wird Campus-Netzwerke ermöglichen”

Investments brauchen aber nicht nur KMU, sondern auch große Unternehmen. Magenta Telekom, Gastgeber des T-Breakfast, investiert jährlich rund 250 Millionen Euro in den Ausbau der Netze – derzeit klar mit Fokus auf 5G und Glasfaser. Selbstverständlich ist das nicht, wie Werner Kraus, SVP Business & Wholesale bei Magenta, verdeutlichte. “Wir müssen Österreich so positionieren, dass die Deutsche Telekom sagt: Ja, hier geben wir unser Geld aus”, sagte Kraus mit Verweis auf die Magenta-Mutter aus Deutschland.

Margarete Schramböck und Maria Zesch (CCO Magenta) beim T-Breakfast. © Leadersnet.at / A.Felten
Margarete Schramböck und Maria Zesch (CCO Magenta) beim T-Breakfast. © Leadersnet.at / A.Felten

5G ist aus wirtschaftlicher Sicht ein essenzieller Baustein, um Smart Factories verwirklichen zu können. Und: “5G wird Campus-Netzwerke ermöglichen”, so Kraus – also eine Internet-Umgebung, die abgesichert nach außen allen Mitarbeitern und Maschinen eines Unternehmens Zugang zu blitzschnellen Daten gibt. Mit Daten und Sensoren arbeiten längst nicht mehr nur Megafabriken, sondern auch der Schokoladehersteller Zotter aus der Steiermark oder das Traditionsunternehmen Handl Tyrol, das für seinen Speck bekannt ist.

EU: Erneuerung des Wettbewerbsrechts

Auf europäischer Ebene erwartet sich die ehemalige Digitalisierungs- und Wirtschaftsministerin große Würfe von der neuen EU-Kommission – insbesondere von Margrethe Vestager, der Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Sie hat als Wettbewerbshüterin der letzten EU-Kommission Kartellstrafen von mehr als 15 Milliarden Euro verhängt – unter anderem gegen Google.

Im Hinblick auf die disruptierten Geschäftsmodellen europäischer Unternehmen durch Plattform-Giganten wie Google, Facebook oder Amazon sieht Schramböck Vestager nun am Zug: “Es braucht ein neues Wettbewerbsrecht auf europäischer Ebene. Das derzeitige ist 40 Jahre alt.” Der Schutz der Konsumenten, der bisher im Fokus von Vestager stand, sei wichtig, aber es brauche für Unternehmen eine geeignete Regulierung, um im digitalen Zeitalter sinnvoll wirtschaften zu können.

Am T-Breakfast in der Säulenhalle des MAK. © Leadersnet.at / A.Felten
Am T-Breakfast in der Säulenhalle des MAK. © Leadersnet.at / A.Felten

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