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Swell: Chatbots haben dem Wiener Start-up geholfen, pro Monat mehr als 100.000 Nutzer zu erreichen

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Swell heißt "alles leiwand". © Swell.wtf
Swell heißt "alles leiwand". © Swell.wtf

Wozu eine App bei Apple oder Google herunterladen, wenn man ähnliche Funktionen auch in einer Messaging-App bekommt? Mit so genannten Chatbots für Messenger, Kik oder Telegram will auch das Wiener Start-up Swell (ehemals Dvel, mehr dazu hier) seine Nutzerschaft versorgen. Mit „Swelly“ hat die Jungfirma rund um Gründer Peter Buchroithner einen solchen Bot für Messenger, Kik und Telegram auf den Markt gebracht, der Nutzer wie in den Apps für iPhone und Android bei Entscheidungen zwischen zwei Dingen (Schuhe, Essen, Lokal, usw.) helfen soll.

Laut Buchroithner hätten Chatbots seinem Start-up dabei geholfen, mehr als 100.000 Nutzer pro Monat zu erreichen. Während die nativen Apps für iPhone und Android, die vor rund sechs Monaten launchten, nicht so stark wachsen konnten, sind die Nutzerzahlen seit dem Start der Bots ordentlich gestiegen (siehe unten). Besonders zuträglich war dem Wachstum laut Buchroithner, dass Swelly sowohl im Messenger im Empfehlungsbereich als auch bei Kik im Bot Store  vorgestellt wurde. 60 Prozent der User kommen aus den USA, 10 Prozent aus Österreich.

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Swell gehört damit zu jenen Firmen, die verstärkt auf das Thema Chatbots setzen. Die Plattformen Messenger (1 Mrd. User), Kik (300 Mio. User) oder Telegram (100 Mio. User) bieten ihnen die Möglichkeit, schnell viele neue Nutzer erreichen zu können. Vor allem in Wien sind derzeit einige Aktivitäten zu bemerken, die die österreichische Hauptstadt zu einem Hotspot für die neuen Technologien machen sollen (mehr dazu hier).

Bots bald wichtiger als Apps

Hat man bei Swell Chatbots anfangs als Tool gesehen, um Nutzer zur App zu führen, wird das Thema mittlerweile eigenständig betrachtet. Nächste Woche soll eine neue Funktion dazukommen, mit der User zusätzlich zum Voten auch selber Fotos posten können. Noch sei die App wichtiger, aber das könne sich bald drehen. „Wir können Nutzer über Chatbots besser erreichen und stärker wachsen als über Apps“, so Buchroithner. „Wir werden fix einer der ersten WhatsApp-Bots sein, sobald es da was gibt.“

Besonders der Messenger ist aus Business-Sicht spannend, da Bot-Anbieter über die Facebook-Plattform an Daten wie Name, Alter, Geschlecht, Location, Zeit oder Zeitzone herankommen. Bei anderen Messaging-Apps sind Nutzerdaten nur sehr eingeschränkt zu bekommen, weswegen die Nutzer aktiv danach gefragt werden müssen. Bei der jungen Zielgruppe, so Buchroithner, sei das aber kein Problem, die würden bereitwillig Informationen über sich bekannt geben.

SaaS-Tool für Marketer

Die Nutzerdaten und die steigende Reichweite will man bei Swell künftig Agenturen, Werbern und Marktforschern kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Im November soll ein SaaS-Tool gelauncht werden, mit dem Firmenkunden Marktforschung betreiben können sollen. Nutzer könnten dann gesponserte AB-Fragen zu sehen bekommen. „Aktuell gibt es Kunden, die Filmcharaktere vergleichen, Outfits für Darsteller abtesten oder herausfinden wollen, welche Produkte auf die Startseite einer Website kommen sollen“, so Buchroithner.

Im Messenger von Facebook sind solche, von Firmenkunden gesponserte Nachrichten erlaubt, jedoch ist es Nutzern möglich, diese zu unterbinden. Hier ist von Chatbot-Anbietern Fingerspitzengefühl gefragt, um nicht zu viele bezahlte Messages an die User zu pushen und diese zu verärgern.

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