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Umstrukturierung

Die Socialisten: Neue Holding wird Mutter der Swat.io und der Walls.io GmbH

Alle unter einem Dach der "Die Socialisten Holding GmbH". © Die Socialisten Holding GmbH
Alle unter einem Dach der "Die Socialisten Holding GmbH". © Die Socialisten Holding GmbH

Es war eine der ersten Agenturen Österreichs, die sich auf Social Media spezialisiert hat: Mit Die Socialisten hat Michael Kamleitner  – damals noch gemeinsam mit Andreas Klinger – eine Firma aufgebaut, die mittlerweile seit mehreren Jahren auf die Entwicklung von Software umgesattelt hat. Zwei Produkte sind daraus entsprungen: das Social-Media-Management-Tool Swat.io und Walls.io, mit dem man Social-Media-Inhalte verschiedener Plattformen zu bestimmten Hashtags sammeln und auf Webseiten anzeigen kann.

Nun setzt Kamleitner den nächsten Schritt. „Beide Produkte laufen mittlerweile so gut, dass sie eigene Unternehmen hergeben“, sagt er im Gespräch mit Trending Topics. Und deswegen hat er nun eine neue Firmenstruktur aufgesetzt, die dieser Entwicklung Rechnung trägt. Die neue Die Socialisten Holding GmbH ist ab sofort die Mutter der beiden ausgegliederten Töchter Swat.io GmbH und Walls.io GmbH.

Das gibt auf Raum für neue Führungs-Teams: In der ​Swat.io​ GmbH verstärken Lisa Ziegler (COO) und Johannes Nagl (CTO) ab sofort die Geschäftsleitung, bei Walls.io komplettieren seit Juli Michael Ionita (CTO & Head of Product) und Andrea Bredl (Head of Operations) gemeinsam mit Daniela Turcanu (Head of Marketing) das Management-Team. Für die über 1.000 Kunden beider Unternehmen die bisher gewohnten Leistungen sowie das Kundenservice weiterhin garantiert.

2 profitable SaaS-Produkte

„Profitabel waren beide Produkte relativ schnell“, sagt Kamleitner. „Zwei profitable SaaS-Produkte auf die Beine gestellt zu haben, ist die tolle Geschichte daran. Wir können aus eigener Kraft wachsen und müssen nicht von Jahr zu Jahr neuen Investmentrunden hinterher hecheln.“ Dass die Firma durch den Eigentümer geführt werde, käme bei Mitarbeitern gut an.“Zwei profitable SaaS-Produkte auf die Beine gestellt zu haben, ist die tolle Geschichte daran. Wir können aus eigener Kraft wachsen und müssen nicht von Jahr zu Jahr neuen Investmentrunden hinterher hecheln“, so Kamleitner. Aus „Recruiting-Perspektive“ sei das wichtig.

Für Kamleitner, dem die beiden neuen Firmen über die Holding zu 100 Prozent gehören, ist „noch offen, in welcher Firma ich mich mehr engagieren werde“. Die neue Firmenstruktur bietet jedenfalls Raum zur weiteren Entfaltung, schließlich kann man neben die beiden GmbHs weitere Unternehmen setzen. „Ein weiterer Grund für eine Holding ist, für künftige Produkte, Projekte und Investments offen zu sein. Die Holding kann eine Struktur bieten, wenn ein Mitarbeiter sich mit einer eigenen Idee selbstständig machen will, oder für Beteiligungen an anderen Software-Firmen“, sagt Kamleitner. So hat er etwa bei als Business Angel in die Startups tubics und Stereosense (involve.me) investiert.

„Agenturgeschäft ist Vergangenheit“

Bei Swat.io (gelauncht 2013) und Walls.io (2014) jedenfalls werden sich fortan vor allem die neuen Management-Teams um den Ausbau kümmern. „Swat.io gehört zu den meist genutzten Enterprise-Social-Media-Tools im deutschsprachigen Raum“, sagt Kamleitner. Wachstumspläne gebe es auf Produkt- und Vertriebsebene. „Bei Walls.io ist die Perspektive internationaler.“ Mit Kunden wie Google, Amazon oder Salesforce sei die USA seit 2018 der größte Markt.

Was Kamleitner jedenfalls nciht mehr machen will: „Das Agenturgeschäft ist Vergangenheit“, sagt er. „Wenn ich jemals wieder ein neues Produkt mache, dann wird das nichts mehr mit Social Media zu tun haben.“ Denn gerade Facebook hat sich – auch für viele andere Firmen – als komplizierter Partner erwiesen. Mit dem Trend in Richtung Private Messaging sowie mit dem Fokus auf das Stories-Format, für das es keine APIs gibt, wird das Geschäft für Social-Media-Agenturen und Tools, die damit arbeiten, ohnehin immer schwerer.

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