Channel

Startups

Nachgeschaut

Surgebright, EET & SzeleSTIM: Das wurde aus den Siegern der #glaubandich-Challenge

© David Bitzan

Rund 300 Startups aus Österreich haben vergangenes Jahr um den Titel „Startup des Jahres 2018“ bei der #glaubandich-Challenge gekämpft. Drei Jungunternehmen konnten sich durchsetzen: Das „Startup des Jahres“ wurde das oberösterreichische MedTech Surgebright. Ebenfalls Stockerlplätze sicherten sich das Schmerztherapie-Startup SzeleSTIM und die Grazer EET mit dem Balkonkraftwerk Solmate.

EET: Mehr als 200.000 Euro auf Kickstarter

Ein halbes Jahr ist seither vergangen – für Startups ein langer Zeitraum, in dem sich viel tun kann. Und bei den #glaubandich-Siegern hat sich viel getan. EET ist aus dem Prototypenstadium herausgewachsen und peilt die Massenproduktion an. Das Startup hat seine ersten 150 Kunden an Land gezogen. Gelungen ist das mit einer Kickstarter-Kampagne, über die für Solmate mehr als 200.000 Euro eingesammelt wurden. Jetzt arbeitet das Jungunternehmen mit Hochdruck an der Produktion, denn kommenden Sommer werden die Solar-Kraftwerke für den Heimgebrauch ausgeliefert. Geht das gut, konzentriert sich EET auf die Expansion – 2020 ist der erste Schritt in Richtung Internationalisierung geplant.

Was macht EET?
Das steirische Startup EET wurde 2017 von Stephan Weinberger, Christoph Grimmer und Florian Gebetsroither in Graz gegründet. Solmate, das Mini-Kraftwerk, besteht aus fünf dünnen Solarpaneelen, die wie ein Sichtschutz am Geländer des Balkons angebracht werden. Der erzeugte Strom wird in einem etwa heizkörpergroßen Gerät gespeichert, das den Strom bedarfsorientiert über eine Steckdose in das Netzwerk des Haushalts einspeist. Das Besondere an Solmate ist die zum Patent angemeldete Messtechnologie, die erkennt, ob und wieviel Strom gebraucht wird und nur genau soviel Energie weiterleitet.

SzeleSTIMs Schmerztherapie kommt 2020 auf den Markt

Auch SzeleSTIM ist seinem nächsten großen Meilenstein ein gutes Stück nähergekommen. Das MedTech entwickelt eine Therapie für chronische Schmerzpatienten, die gänzlich ohne Medikamente auskommt. Heuer soll die Entwicklung des Geräts abgeschlossen werden. „Wir konnten einen ehemaligen Business Unit Leiter für Neuromodulation bei Medtronic und früheren Geschäftsführer eines Medizintechnikunternehmens im Aktive-Implantate-Bereich für uns als Berater gewinnen, was uns wesentliche Marktvorteile bringt“, sagt SzeleSTIM-Gründer Stefan Kampusch. 2020 soll das Gerät schließlich auf den Markt kommen.

Was macht SzeleSTIM?
Das Team von SzeleSTIM hat mit „AuriMod“ ein Gerät entwickelt, das man am Ohr trägt und das zur Schmerztherapie eingesetzt werden kann. Dort wird mit kleinen Nadeln der Vagus Nerv stimuliert. Durch den Einsatz des kleinen Wearables können Opiate in der Therapie ersetzt werden.

Surgebright: Knochenschrauben in 42 Kliniken

Der große Sieger der #glaubandich-Challenge 2018 ist ebenfalls ein Medizin-Startup. Surgebright stellt Schrauben für Knochen her und zwar aus Knochen selbst. „Die 62 Millionen Euro, die im Gesundheitssystem eingespart werden, haben uns genauso überzeugt wie die Tatsache, dass sich Patienten eine zweite OP ersparen“, begründete die Jury den verdienten Gesamtsieger nach einer Tour durch alle Bundesländer. Das Jungunternehmen versorgt mit seinen Knochenschrauben mittlerweile 42 Kliniken und will in den nächsten zwei Jahren vor allem international wachsen. „Besonders erfreulich sind die extrem guten klinischen Ergebnisse und die Zufriedenheit der Ärzte und Patienten“, sagt Lukas Pastl, der Surgebright gemeinsam mit seinem Vater Klaus Pastl gegründet hat.

Was macht Surgebright?
Das Startup von Klaus Pastl und seinen beiden Söhnen Lukas und Thomas hat mit „SharkScrew“ ein Knochentransplantat entwickelt, das Metallschrauben ersetzen kann. So müssen etwa bei Knochenbrüchen keine Metallschrauben mehr verwendet werden, um Knochenfragmente wieder miteinander zu verbinden. Der Körper erkennt das Implantat als eigenen Knochen und nach etwa einem Jahr sieht man die Schraube am Röntgen nicht mehr.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen