Channel

Ecosystem

Games Branche

Subotron Livepitch: Hier werden die nächsten Gaming-Hits aus Österreich entdeckt

Beim LivePitch von Subotron © Subotron
Beim LivePitch von Subotron © Subotron

2017 landeten die Wiener Games-Entwickler Felix Bohatsch und Clemens Scott mit dem Spiel „Old Man’s Journey“ einen Hit. Apple kürte den Titel zum „iPad Game of the Year“ und es folgte eine lange Liste an Auszeichnungen von Korea über Tokio bis nach Brasilien. Entdeckt wurde das gefühlsbetonte Adventure aber in Wien. Als die zwei Entwickler im Rahmen eines Events des Wiener Gaming-Vereins Subotron die Idee zu „Old Man’s Journey“ pitchten, lief ihr kleines Studio Broken Rules gerade nicht so gut. „Die letzten Titel, Chasing Aurora und Secrets of Raeticon, waren leider kein Erfolg“, erinnert sich Bohatsch. „Es lief finanziell nicht so gut und bei einem Spiel fiel auch die Kritik nicht gut aus“.

Nach dem Sieg bei Subotron gelang auch die Finanzierung

Die Teilnahme bei dem LivePitch von Subotron 2015 war der Wendepunkt. „Es war die erste Präsentation unserer Idee in der Öffentlichkeit“, sagt Bohatsch im Gespräch mit Trending Topics. Und es spielte dem Duo den Sieg ein: „Für uns war das eine Bestätigung, dass es in die richtige Richtung geht – die Jury hat uns den Glauben an unser Projekt zurückgegeben“. Nach dem Pitch gelang die Finanzierung über eine Förderung und das Investoren-Kollektiv Indie Fund, die ihr Investment in weniger als zwei Jahren doppelt zurückspielten. Trotz allen Ruhms, der dann folgte, hat Bohatsch den Sieg bei Subotron bis heute nicht vergessen: „Subotron ist enorm wichtig für die Szene, weil dort neue Projekte in einem sehr frühen Stadium gefördert werden“.

„Das Tolle ist die Jury“

Eine Chance, die demnächst wieder zweimal fünf junge Projekte haben. Am 6. und 7. Dezember pitchen im Wiener Museumsquartier an zwei Tagen Studentenprojekte und Jungunternehmen mit Prototypen wie es auch „Old Man’s Journey“ damals war. Mehr als 20 Einreichungen gab es – „so viele wie noch nie“, wie Subotron-Initiator Jogi Neufeld betont. 10 Projekte haben es ins Finale geschafft, darunter Games zu Klimawandel, zum Thema Tod und Virtual-Reality-Spiele. „Bei dem LivePitch geht es darum, Projekte sichtbar zu machen und ihnen kritisches Feedback zu ermöglichen – nicht nur von ‚Family, Friends and Fools‘, sondern von Branchenprofis“, sagt Neufeld. Das sieht auch Bohatsch so: „Das Tolle an der Veranstaltung ist die gute Jury, die sowohl die künstlerische Seite als auch die kommerzielle Seite bewertet“.

+++ Hier geht’s zum Event am 6.12. zu „Games Prototypes“ +++

+++ Hier geht’s zum Event am 7.12. zu „Student Projects“ +++

Heuer fühlen den Kandidaten insgesamt acht Juroren auf die Zähne. Die Vorab-Auswahl der Finalisten trafen der Entwickler Denis Mikan, der mit den kunabi brothers Hits wie „Blek“ oder „Frost“ gelandet hat, die FM4-Journalistin Conny Lee, der Unternehmensberater Albert Gerlach, Peter Wuzl (Sproing, Purple Lamp) und der Wissenschaftler Konstantin Migutsch (playfulsolutions). Vor dem LivePitch sind die Finalisten noch bei dem langjährigen Games-Branche-Experten Andreas Suika durch die gute Schule des Präsentierens gegangen. Beim Event selbst werden Michael Hengst (Grumpy Old Men consulting agency), Regina Reisinger (Iron Mountain Interactive) und Rober Praxmarer (Polycular) die Pitches bewerten. Zu den Preisen zählen individuelle Coachings und für das Prototypen-Projekt auch ein Stand auf der Gamescom in Köln. Zwei Sieger werden am 6. und am 7. Dezember aus dem ProGames-Event hervorgehen – vielleicht ist wieder der nächste internationale Spiele-Hit aus Österreich dabei.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen