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Subotron Live Pitch: Das ist die Zukunftshoffnung der österreichischen Gaming-Branche

Chapeau spielt in österreichischen Städten © ChapeauGame/Gregor Kirchhofer
Chapeau spielt in österreichischen Städten © ChapeauGame/Gregor Kirchhofer

Die Pitching Days des Wiener Gaming-Vereins Subotron sind eine Art Schatzkiste für Hidden Gems der heimischen Branche. „Old Man’s Journey“ von Broken Rules wurde hier entdeckt und wer weiß, vielleicht heißt der nächste Hit „We Are Screwed“ oder „Chapeau“. Diese zwei Projekte haben es diesmal geschafft, die Fachjury zu überzeugen.

Die Sieger gingen durch zwei getrennte Wettbewerbe, einen für Prototypen von Gaming-Studios und einen für Studentenprojekte. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, vor allem, weil die Bandbreite so groß war: „Es waren sehr unterschiedliche Games, manche sehr experimentell, manche auf den Massenmarkt ausgerichtet, einige noch in der Konzeptphase, andere bereits fast fertig“, sagte Rober Praxmarer (Polycular), der an der Seite von Michael Hengst (Grumpy Old Men consulting agency) und Regina Reisinger (Iron Mountain Interactive) die Pitches bewertete und schließlich die Sieger kürte.

We Are Screwed: Der Mikro- und Makrokosmos eines Raumschiffs

„We Are Screwed“ von Rarebyte spielt an Bord eines Raumschiffs. Es ist ein Multiplayer-Game, in dem ein ganzes Team zusammenarbeitet, um den kompletten Betrieb des Spaceshuttles sicherzustellen. Ein Splitscreen zeigt gleichzeitig eine Innen- und Außenansicht des Raumschiffs und je nachdem, welcher Aufgabe der Spieler sich gerade widmet, passt sich die Ansicht an. Es fallen Reparaturen an, das Spaceshuttle wird mit neuen Features und Technologien ausgestattet, es muss gesteuert werden und das Team muss sich um viele Arbeiten kümmern, um eine reibungslose Erkundung der Galaxie zu gewährleisten. „Es geht um den gesamten Mikro- und Makrokosmos eines Raumschiffs“, erklärt Rainer Angermann in seinem Pitch.

So schwer die Entscheidung fiel – die Jury beriet rund eine dreiviertel Stunde – „We Are Screwed“ überzeugte mit seiner Massentauglichkeit. „Wir finden, dass das Spiel am ehesten das Potenzial hat, sehr viele Leute anzusprechen“, erklärt Regina Reisinger die Entscheidung. Es sei ja schließlich darum gegangen, ein Projekt zu finden, das auf der GamesCom gut ankommt.

Spieler-Feedback auf der GamesCom

Neben einem individuellen Coaching durch die Fachjury für beide Gewinner, darf sich Rarebyte über einen Stand in der Indiegames Arena der großen Spielemesse GamesCom in Köln kommendes Jahr freuen. „Das tolle an der GamesCom ist das direkte Feedback von vielen Spielern“, findet Angermann. Für das mittlerweile zehnköpfige Team ist es nicht selbstverständlich, dort ein eigens Spiel präsentieren zu können. Das 2006 gegründete Studio widmet sich vor allem Auftragsarbeiten.

Chapeau: Schräge Alien-Hüte, die durch Österreich hüpfen

Unter den Studentenprojekten konnte sich am nächsten Tag ein Team von der FH Salzburg durchsetzen. „Chapeau“ zum Sieger zu küren hat zwar weniger lange gedauert, als bei den Prototypen-Projekten, aber: „Die Studentenprojekte stehen den Prototypen der Studios um nichts nach“, stellte Regina Reisinger bei der ausführlichen Feedback-Runde fest.

Chapeau ist ein Multiplayer, in dem man mit schrägen Alien-Hüten durch österreichische Innenstadt-Szenerien hüpft und dabei kleinere Challenges austrägt. Robert Praxmarer adelte das Studentenprojekt: „Ich kann mir richtig gut vorstellen, das mit Kollegen bei ein paar Bier zu spielen“. Im Frühjahr 2020 soll es so weit sein, dann will das junge Team Cheapau herausbringen.

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