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Stripe: Payment-Plattform holt weitere 600 Mio. Dollar Investment

Patrick und John Collison, die beiden Gründer von Stripe. © Stripe
Patrick und John Collison, die beiden Gründer von Stripe. © Stripe

Im September waren es 250 Millionen, jetzt sind es weitere 600 Millionen Dollar, die das Payment-Startup Stripe an Land gezogen hat. In der Series G-Finanzierungsrunde lassen die Investoren Andreessen Horowitz, General Catalyst, GV und Sequoia ordentlich viel Geld springen, um sich mehr Anteile an Stripe zu sichern. Die Bewertung des Unternehmens liegt bei knapp 36 Milliarden Dollar.

Zu den Kunden, die mit Stripe Online-Payments für ihre Servies abwickeln, zählen neuerdings auch Caviar, Coupa, Just Eat, Keap, Lightspeed, Mattel, NBC, Paid und das populäre Video-Conferencing-Tool Zoom. „Während die vollen wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 nach wie vor ungewiss sind, werden mehrere Jahre der Offline-zu-Online-Migration auf mehrere Wochen komprimiert. Die derzeitige Disruption unterstreicht den Bedarf an einer zuverlässigen, leicht zu bedienenden Infrastruktur für Internet-Unternehmen.“

Heißt in anderen Worten: Stripe gehört mit dem beschleunigten Wandel hin zu eCommerce und kostenpflichtigen Online-Services zu den Krisengewinnern schlechthin. Während andere Internet-Firmen wie Airbnb und Uber in der Coronakrise ordentlich leiden, ist die Firma der Brüder Patrick und John Collison auf einem guten Weg.

Nutznießer der Corona-Krise

Stripe funktioniert vereinfacht gesagt folgendermaßen: Unternehmen können mit wenigen Zeilen Code Funktionen in ihre Webseiten oder Apps integrieren, um Zahlungen (z.B. via Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay) entgegen nehmen zu können. Zusätzlich gibt es dafür Tools für die Betrugsvorbeugung, Rechnungslegung oder Analyse der Geschäftsdaten. Für diese Dienste bekommt Stripe Gebühren.

„Menschen, die nie davon geträumt haben, das Internet für Arztbesuche oder Einkäufe zu nutzen, tun dies heute aus der Not heraus. Und Unternehmen, die den Umzug ins Internet verschoben oder keinen Grund hatten, online zu operieren, haben den Sprung praktisch über Nacht geschafft“, so John Collison, Präsident und Mitbegründer von Stripe, in einer Aussendung. „Wir glauben, dass jetzt nicht die Zeit für einen Rückzug ist, sondern dass es an der Zeit ist, noch stärker in die Stripe-Plattform zu investieren“.

Demnächst will Stripe auch in neuen Märkten launchen, und zwar in Bulgarien, Zypern, Tschechien, Ungarn, Malta und Rumänien.

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