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USA: „Stimmys“ könnten Aktien- und Krypto-Markt zusätzlich befeuern

© 金 运 on Unsplash
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Die Schecks aus dem 1,9 Billionen Dollar schweren Konjunkturpaket, die bald bei hunderten Millionen US-Haushalten eintrudeln werden, haben schon einen Spitznamen: „Stimmy“, in Anlehnung an Stimulus. Dieses Helikoptergeld, dass die neue US-Regierung zur Ankurbelung der durch Corona angeschlagenen Wirtschaft ausschüttet, lässt Krypto-Händler und Neobroker bereits die Hände reiben.

Denn in Umfragen zeichnet sich bereits ab, was die US-Amerikaner mit dem Geld machen werden, dass sie vom Staat bekommen werden. Wer weniger als 75.000 Dollar pro Jahr verdient, der bekommt einen Stimmy im Wert von 1.400 Dollar – und somit frisches Geld, dass man nicht nur für tägliche Notwendigkeiten ausgeben kann, sondern auch für Aktien und Krypto-Assets. Insgesamt macht die staatliche Finanzspritze der Stimmys etwa 380 Milliarden Dollar aus.

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Frische Milliarden für Neobroker

Eine Umfrage von Bloomberg und Morning Consult unter 2.200 erwachsenen US-Bürgern zeigt, dass natürlich das meiste Geld gespart werden soll oder dazu verwendet werden wird, um Rechnungen für Essen, Wohnen oder Kreditkarten zu begleichen. Aber: Sechs Prozent sagen, dass sie mit dem Geld Aktien kaufen wollen, und drei Prozent wollen es primär in Kryptowährungen stecken.

Passiert das auch so, dann würden bald dutzende Milliarden Dollar über Trading-Apps und Krypto-Broker wie Coinbase oder Robinhood in die ohnehin schon heißen Märkte für Tech-Stocks oder digitale Assets fließen. Auf Reddit schreiben Nutzer bereits, dass sie die Stimmys gleich wieder in GameStop- oder AMC-Aktien stecken wollen würden. Ihnen schwebt wohl Teil zwei der WallStreetBets-Kampagne vor, die Ende Jänner, Anfang Februar 2021 die Finanzwelt erschütterte.

„Neue Liquidität am Markt“

„Angesichts der jetzt geöffneten Schleusen für neue Liquidität am Markt erwarten wir, dass in kurzer Zeit neue Rekordhöhen für die wichtigsten Krypto-Assets erreicht werden“, so etwa Simon Peters, Analyst bei eToro – jener Online-Broker, bei dem es sowohl Aktien als auch Bitcoin und Co zu kaufen gibt (mehr dazu hier).

Mizuho Securities aus Japan, das sich auf eine Umfrage unter US-Haushalten bezieht, geht sogar aus, dass bis zu 10 Prozent der Stimulus-Schecks in Krypto-Assets oder Aktien investiert werden könnte. Das wären satte 38 Milliarden Dollar, die zusätzlich in den Markt fließen könnten. Nun bleibt abzuwarten, ob das auch wirklich eintritt – oder ob die US-Amerikaner ihr Konjunkturpaket dann doch anderweitig ausgeben.

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