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Stefan Klestil verlässt Beirat der N26 Bank, während ihm Fintechs die Treue halten

Stefan Klestil, Fintech-Experte und Partner bei Speedinvest. © Speedinvest
Stefan Klestil, Fintech-Experte und Partner bei Speedinvest. © Speedinvest

Der Wirecard-Skandal hat nun auch erste Folgen für den Österreicher Stefan Klestil. Er war mehr als zehn Jahre lang im Aufsichtsrat des Skandal-Unternehmens Wirecard sowie der Wirecard Bank und ist dort mit Ende August ausgeschieden. Nun berichtet das Handelsblatt, dass er auch den Beirat der N26 Bank auf eigenen Wunsch hin verlassen hat – also der Bank jenes Fintechs, das er als Business Angel seit Beginn unterstützt. Dass er die N26 Bank nicht mehr berät, soll er auf Druck der deutschen Finanzaufsicht Bafin entschieden haben.

Klestil, der als ausgemachter und bestens vernetzter Fintech-Experte gilt, musste sich in den letzten Wochen und Monaten den Vorwurf gefallen lassen, dass er als Mitglied des Aufsichtsrates von Wirecard die Vorgänge nicht entdeckt hat. „Ich bin meinen Aufgaben als Aufsichtsrat stets mit aller Kraft nachgekommen. Der Betrugsverdacht, der inzwischen gegen Teile des Managements der Wirecard im Raum steht, ist für mich schockierend“, sagt er in einer Stellungnahme gegenüber dem Handelsblatt.

N26 steht Klestil allerdings weiter beratend zur Seite – wenn auch nicht der Bank, sondern deren Muttergesellschaft N26 GmbH. Auch viele andere Fintechs halten ihm die Treue, genauso der Wiener VC Speedinvest, wo Klestil als Partner für Fintech-Investments zuständig ist. Seitens der Startups Billie, Wefox oder Fincompare heißt es, dass sie weiter auf seine Expertise bauen würden.

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