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startup300 legt Jahresabschluss 2020 mit großen Umsatzrückgängen vor

Michael Eisler von startup300. © startup300
Michael Eisler von startup300. © startup300

Die an der Wiener Börse gelistete startup300 AG, zu der auch die Crowdinvesting-Plattform Conda und Pioneers gehören, hat heute ihren Jahresabschluss für 2020 vorgelegt. Dieser zeigt erwartungsgemäß starke Umsatzrückgänge auf 2,151 Mio. Euro (2019: 4,532 Mio. Euro) bei der startup300 AG sowie auf 4,283 Mio. Euro (2019: 6,337 Mio. Euro) bei der startup300 Gruppe. Die Umsatzrückgänge werden hauptsächlich auf den Rückzug aus dem Event-Business – das Pioneers Festival wurde das letzte Mal 2019 abgehalten – zurückgeführt.

Das negative Ergebnis nach Steuern hat sich bei der der startup300 AG gegenüber 2019 um 46 Prozent verbessert, das Minus liegt bei nunmehr auf 752.000 Euro (2019: -1,381 Mio. Euro), bei der gesamten Gruppe verringerte sich das Minus auf 788.000 Euro (2019: -2,153 Mio. Euro). „Der Verlust der startup300 Gruppe resultiert insbesondere aus zwei Wertberichtigungen ausgelöst durch die COVID-19 Krise in Höhe von 644.000 Euro“, heißt es in einer Aussendung.

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„Insgesamt konnte die startup300 Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften trotz der herausfordernden COVID-19 Situation das operative Geschäft mit einem nur leicht negativen EBITDA von -57 TEUR meistern“, heißt es in einer Aussendung. „Die Aufwendungen aus Finanzanlagen betreffen insbesondere die Wertberichtigung des Wertrechtes im Ausmaß von 10,3% an der Talent Garden AT GmbH in Höhe von 312 TEUR sowie die Wertberichtigung einer sonstigen Ausleihung. Talent Garden AT GmbH in Wien wurde als Anbieter von Co-Working, Innovation School und als Innovations-Campus von der COVID-19 Krise hart getroffen.“

Positiv entwickelt hat sich das Geschäft der Crowdinvesting-Plattform Conda, die 2020 einen Gewinn von 176.000 Euro machte. Die neue zero21 Funding Service GmbH (ehemals CONDA Crowdinvesting Austria GmbH und die verschmolzene The Minted Unternehmens- und PR-Beratungs GmbH) machte einen Gewinn von 34.000 Euro. Umsatzrückgänge wurden auch beim Innovation-Space factory300 in der Tabakfabrik Linz sowie im Geschäftsbereich Corporate Consulting verzeichnet.

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„Das beste aus der Situation gemacht“

„Das Corona-Jahr 2020 hat unser operatives Business zum Teil natürlich betroffen, und leider kamen auch zwei wesentliche Beteiligungen unter Druck und mussten wertberichtigt werden. Das macht mich nicht glücklich, aber mit unserem wirklich großartigen Team haben wir das beste aus der Situation gemacht. Insgesamt hat Corona bei vielen Beteiligungen eher für einen deutlichen Schub gesorgt, was mich für die weitere Entwicklung unseres Portfolios sehr positiv stimmt“, so Michael Eisler, CEO der startup300 AG, in einer Presseaussendung. „Sehr positiv ist natürlich auch, dass wir unserem Ziel, im operativen Betrieb profitabel zu werden, nun sehr nahe sind – trotz des schwierigen Jahres.“

Gut sieht es für viele Beteiligungen der startup300 an Startups aus. Der Portfolio-Wert an Startup-Beteiligungen soll sich aktuell auf mehr als 4 Mio. Euro in der Pioneers Ventures II belaufen, das Erlös-Potential bei der Fonds-Beteiligung capital300 soll zwischen 2 bis 8 Mio. Euro liegen.

Der Aktienkurs der startup300 hat im vergangenen Krisenjahr auch gelitten. Seit dem Start an der Wiener Börse Anfang 2019 hat sich der Preis je Aktie von 7,4 Euro hinunter auf heute 3,2 Euro mehr als halbiert. Die Marktkapitalisierung der startup300 AG liegt derzeit bei 9,3 Mio. Euro.

 

Disclaimer: startup300 ist auch Investor von Trending Topics.

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