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startup300-Aktie zu Handelsbeginn 10,30 Euro wert

startup300-Aufsichtsrat Hansi Hansmann läutet den Börsenstart ein. © H. Hansmann
startup300-Aufsichtsrat Hansi Hansmann läutet den Börsenstart ein. © H. Hansmann

Das Linzer Investoren-Netzwerk startup300 hat einen starken Börsenauftakt hingelegt. Kurz nach Handelsstart am Montag gegen 9.15 Uhr lag der Preis für eine Aktie des Start-up-Ökosystems bei 10,30 Euro. Damit liegen die Aktien 3 Prozent über dem zuvor angesetzten Referenzpreis von 10,00 Euro.

Die Firma, die durch Übernahmen wie Conda und Pioneers gewachsen ist, hat 2018 einen Bilanzgewinn für ihre Aktiengesellschaft (AG) von 113.000 Euro vorgelegt. Das Finanzergebnis liegt bei 703.000 Euro, geht aus dem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Jahresabschluss zum 31.12.2018 hervor. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf rund 226.000 Euro. Allerdings sind die Zahlen nicht konsolidiert.

In den kommenden zwei Wochen wird der Jahresabschluss des Konzerns gesondert veröffentlicht. Aufgrund einer Conda-Abschreibung dürfte ein Jahresverlust von 1,39 Mio. Euro zu Buche stehen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBITDA) soll bei minus 840.000 Euro und der Konzern-Umsatz bei 4,019 Mio. Euro liegen.

Start im Dritten Markt

startup300 hatte im November des vergangen Jahres rund 11 Prozent der Anteile von Conda erworben. Zum Bilanz-Stichtag betrug der Buchwert rund 12 Prozent des Finanzanlagevermögens der startup300 AG. Die Gesellschaft ist gebunden, auch die restlichen 89 Prozent der Anteile zu erwerben, hieß es in einer Aussendung.

Dem Börsenstart tat das aber keinen Abbruch. Die Aktiengesellschaft hatte einen Antrag auf Einbeziehung aller 1.914.583 Aktien in den Dritten Markt der Wiener Börse für das Handelssegment direct market plus gestellt. Der Börsenwert lag damit bei 19 Mio. Euro.

Erstmals wurden damit Aktien an einem österreichischen Unternehmen aus der Startup-Szene an der Wiener Börse gehandelt. 9 Uhr wurde der Handel zusammen mit Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, eingeläutet. Dafür hatte die Handelsplattform den Dritten Markt geöffnet und das Marktsegment direct market plus erstellt, wie Trending Topics berichtete. Das Segment bietet durch niedrigere Regulation einen leichten Einstieg für kleine und mittlere Unternehmen in den Kapitalmarkt.

Der neue „direct market plus“

Neben startup300 sind heute drei weitere österreichische Unternehmen im so genannten „direct market plus“ an die Wiener Börse gegangen: EYEMAXX Real Estate AG, Immobilienentwickler und Bestandserhalter mit Fokus auf die DACH-Region, VST Building Technologies AG, Anbieter von Hochbau-Verschalungstechnik, und Wolftank-Adisa Holding AG, eine Unternehmensgruppe im Bereich Tankanlagen.

Eine Änderung des Aktiengesetzes zu Jahresbeginn ermöglicht das neue, einfachere Angebot der Wiener Börse an kleine und mittelgroße österreichische Unternehmen. Im „direct market plus“ müssen Unternehmen eine Mindestbestandsdauer von einem Jahr aufweisen, Jahresabschlüsse und Halbjahres-Zwischenberichte veröffentlichen, einen Unternehmenskalender führen und sich von einem Capital Market Coach begleiten lassen.

„Vier neue Unternehmen sprechen für sich. Unser Angebot wird von einem bunten Mix an Unternehmen verschiedener Branchen und Bundesländer, klassischen KMU als auch aufstrebenden Jungunternehmen angenommen“, so Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse. „Als Infrastruktur-Einrichtung ist es unsere zentrale Aufgabe, neue Wege zum Kapitalmarkt zu schaffen. Unser Segment bietet den idealen Startplatz, um sich dann Schritt für Schritt am Kapitalmarkt weiter zu entwickeln.“

startup300 ist Investor von Trending Topics. Wir von Trending Topics besitzen keine Aktien von startup300.

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