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startup300: Obwohl die Aktie stark verloren hat, kauft das Ökosystem weiter ein

Bernhard Lehner ist Co-Founder von Startup300 © photaq.com / Michaela Mejta
Bernhard Lehner ist Co-Founder von Startup300 © photaq.com / Michaela Mejta

Ende Jänner war mit dem Investoren-Netzwerk erstmals ein Startup an die Wiener Börse gegangen (wie Trending Topics berichtete). Damals lag der Referenzpreis bei 10,00 Euro. Am Mittwoch fiel der Preis zeitweise auf 5,88 Euro und Ende März hatten die Aktien ihr Allzeit-Tief mit 5,52 Euro (27.3.) erreicht. Am Donnerstag morgen liegt er aktuell bei 6,12 Euro.

„Startup300-Aktionäre, die von Beginn an dabei waren, können auch bei einem Preis von um die sechs Euro durchaus interessante Gewinne einfahren“, meint startup300-Gründer Bernhard Lehner auf Nachfrage von Trending Topics. „Dass der Preis der Aktie derzeit unter dem Startpreis vor rund 70 Tagen liegt, ist eine aktuelle Momentaufnahme. Das sehe ich sehr gelassen. Börse ist ein Marathon, kein Sprint. Interessant wird sein, wo unser Preis in ein, zwei Jahren liegen wird. „.

Noch keine „aktive Pflege von Investors Relations“

Lehner denkt, dass Privatanleger noch eine Zeit brauchen, um sich mit der Aktie vertraut zu machen: „Eine aktive Pflege von Investor Relations haben wir noch gar nicht begonnen und daher sind wir für neue Investoren und den Kapitalmarkt noch schwer in eine Schublade zu stecken“.

Grundsätzlich zeigt sich Lehner aber mit der Liquidität der Aktie zufrieden: „Seit dem Listing am 21. Januar wurden rund 180.000 Aktien der startup300 AG, das sind rund zehn Prozent des Unternehmens, gehandelt. Natürlich müssen dafür Aktionäre verkauft haben – und neue Personen sind Aktionäre geworden oder Aktionäre haben aufgestockt“.

Weitere Zukäufe geplant

Der Einkaufslust des Ökosystems tut der Kursrutsch keinen Abbruch. Es wird bei der Beratungsagentur The Minted zuschlagen (Trending Topics berichtete) und hat ein Auge auf das ungarische Startup Be-novative geworfen. Dabei ist der jüngste Fang Conda noch nicht einmal komplett bezahlt.

Die startup300 AG erwarb am 14. November 2018 rund elf Prozent an Conda und deren fünf Tochtergesellschaften. Startup300 ist vertraglich gebunden, die restlichen Anteile von insgesamt 89 Prozent bis Mai 2019 zu erwerben. Von den 89 Prozent werden 76 Prozent durch Sacheinlage erworben und 13 Prozent durch Aktienkäufe. Für die Transaktion wurde ein Ausgabebetrag von 11,57 Euro je startup300-Aktie zu Grunde gelegt.

Wie der Aktienpreis für Transaktionen festgelegt wird

Für die kürzlich angekündigte Übernahme von The Minted wurde der Aktienpreis mit 10 Euro festgelegt. „Beide Vertragsparteien akzeptieren eben einen Preis, den sie für angemessen halten und der dem Wert entspricht, den sie beide der Aktie mindestens beimessen“, erklärt Lehner. „Eingepreist werden da viele Faktoren, zum Beispiel die erwarteten Synergieeffekte und die erwartete Marktentwicklung und wir haben Ende 2018 ja eine Kapitalerhöhung von rund 2,8 Millionen Euro bei diesem Preis umgesetzt, den wir weiterhin referenzieren“.

Startup300 plant auch, sich 51 Prozent an Be-novative zu sichern. Das ungarische Startup Startup ist im Bereich Gamified Ideation Process tätig und betreibt eine digitale Plattform, mit welcher der Innovationsprozess von Unternehmen beschleunigt werden soll. Der Kaufpreis soll 300.000 Euro betragen. Das entspricht dem erwarteten Jahresumsatz von Be-novative für das Geschäftsjahr 2019. Die Be-novative Zrt hat mit der Be-novative Inc ein Tochterunternehmen mit Sitz in den USA. An dieser ist die Singularity University, eine private Bildungseinrichtung im Silicon Valley, mit einem Prozent beteiligt.

startup300 ist Investor von Trending Topics. Wir von Trending Topics haben keine Aktien von startup300.

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