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Digitaler Beleg

Startup warrify gewinnt Möbelkette porta als Kunden

Die warrify-Gründer in Prä-Corona-Zeiten © warrify
Die warrify-Gründer in Prä-Corona-Zeiten © warrify

Das Klosterneuburger Startup warrify hat mit der Möbelhandelskette porta einen neuen Großkunden gewonnen und damit den Markteinstieg in Deutschland geschafft. Das 2019 gegründete Startup bietet eine Anwendung, mit der sich Papierbelege direkt auf das Smartphone übertragen lassen. In einer Testphase lässt porta seine Kund:innen ab jetzt selbst ihre Rechnungen digitalisieren.

„Interaktiver Beleg“

„Mit warrify bieten wir allen porta-Kund:innen einen echten Mehrwert: Die Belege für die neue Couch oder Küche können direkt am Smartphone gespeichert werden und sind damit jederzeit sofort verfügbar. Gleichzeitig waren wir auf der Suche nach einer Möglichkeit, zielgerichtet und personalisiert mit unseren Kunden nach dem Einkauf zu interagieren. Der interaktive Beleg bietet hierfür ein ideales Medium, durch das eine Vielzahl an Use Cases ermöglicht werden können, beispielsweise einkaufsbasierte Coupons oder zusätzlich angebotene Add-On-Services”, so Gürkan Ünlü, CDO & Head of Corporate Development bei porta.

Ganz ohne App-Download oder Registrierung sollen Konsumenten ab sofort ihre Kaufbelege einfach via QR-Code-Scan an der Kassa erhalten. Bei Bedarf soll ihnen ein eigenes warrify-Profil dabei helfen, alle Belege am selben Ort zu speichern. Das soll lästiges Suchen oder Aufheben von Papierbelegen ersparen. Warrify soll als eine Art „digitaler Touchpoint für Kund:innen“ fungieren. Händler bietet das laut dem Startup die Möglichkeit, relevante Angebote und Serviceleistungen direkt über den Beleg zu kommunizieren. Der Beleg sei bei jeder Transaktion verfügbar oder abrufbar und damit nicht in seiner Reichweite eingeschränkt, wie beispielsweise eine Kunden-App. 

Warrify will Verknüpfung mit Banken

„Mithilfe unserer Insights ermöglichen wir nach dem Einkauf eine personalisierte Kundenansprache, unabhängig davon ob es sich um einen registrierten Bestandskunden handelt oder nicht. So wird aus dem Kassenbon, der bis dato lediglich als Kaufnachweis fungiert hat, ein neu gewonnener Kontaktkanal”, sagt Simon Hasenauer, Co-Founder von warrify. Im Juli 2020 ist es der Jungfirma mit diesem Konzept gelungen, ein erstes Investment im sechsstelligen Bereich abzuschließen. Geldgeber sind die SBI Management GmbH und Stephan Jung, der das WU-Gründerzentrum leitet (Trending Topics berichtete).

warrify: Das Klosterneuburger Startup holt sich sein erstes Investment

Warrify hat schon namhafte Kunden wie die A1 Telekom Austria und EP: Electronic für sich gewonnen. Derzeit konzentriert sich das Startup auf die Verknüpfung mit Banken und Zahlungsanbietern. Kunden sollen künftig bei jeder Karten- oder Smartphone-Zahlung sämtliche Belege direkt in ihrer Banking App speichern können. Seit einem Monat ist die Jungfirma außerdem Mitglied vom Fintech Accelerator F10 in Zürich. „Durch das breite Netzwerk an Schweizer Banken und Zahlungsanbietern ist die richtige Infrastruktur gegeben, um ein erstes Pilotprojekt in die Wege zu leiten“, heißt es von warrify.

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