Channel

Startups

Frisches Kapital

Wiener Startup uniPortal erhält sechsstelliges Investment von Media in Progress

© UniPortal
© UniPortal

Das EduTech Startup uniPortal erhält ein sechsstelliges Investment vom größten Medienhaus an Österreichs Universitäten Media in Progress. „Das Uniportal Konzept und die Mannschaft haben mich sofort überzeugt und ich freue auf eine erfolgreiche Partnerschaft“, meint Markus Müller, Gründer von Media in Progress und EduStore. Am vergangenen Freitag kam der Deal unter Dach und Fach.

uniPortal als Matchmaker zwischen Studierenden und Unternehmen

Mit uniPortal können Unternehmen ab sofort Studierende gezielt nach Studienfach, Notenschnitt, Studienfortschritt und bald auch via einzelner Lehrveranstaltungen suchen.

Passende Mitarbeiter zu finden und zu kontaktieren gilt für Unternehmen als kein leichtes Unterfangen. “Active Sourcing und Employer Branding sind das A und O, um Studierende ohne Streuverlust erreichen zu können. 80 Prozent der Unternehmen suchen verzweifelt nach Lösungen dafür”, meint Co-Founder von uniPortal Emanuel Kaspar. Auch Studierende selbst wollen von Arbeitgebern direkt kontaktiert werden: Laut einer Studie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ziehen es mehr als 50 Prozent der Befragten vor durch gezielte Ansprache in einen Job einzusteigen.

Studierende erhalten personalisierte Jobangebote

uniPortal sieht sich als Verbindungsglied zwischen Studierenden und Unternehmen. Studierende melden sich auf der Plattform an und erhalten bei passenden Jobangeboten eine Nachricht und können dann ihre Kontaktdaten an das Unternehmen geben. Mehr ist vorerst nicht notwendig, denn die akademischen Daten, sowie Auslandserfahrung und Vorkenntnisse können schon zuvor erhoben werden. Dadurch das Geschlecht und Name anonym bleiben, wird nicht nur mit den Daten sensibel umgegangen, sondern auch Diskriminierung vorgebeugt.

++Der große Trending Topics Guide zu den smartesten EduTech-Startups Österreichs++

Dabei hilft uniPortal den Unternehmen weiter zu denken und bieten ihnen ein ausgeklügeltes Filtersystem. Denn nicht nur Statistiker haben Statistikvorlesungen, sondern auch Psychologen an die Personaler nicht als erstes denken. Unternehmen haben zusätzlich die Chance durch Videos und Werbung sich auf der Plattform vorzustellen.

Es sei eine Win-Win-Situation für alle, sagt Kaspar in einem Gespräch mit Trending Topics. Das 2015 gegründete Unternehmen nimmt dabei Headhuntern viel Arbeit ab. Sie müssen nicht mehr hunderte Bewerbung durchforsten, sondern können potentielle Kandidaten direkt ansprechen. Gerade im Bereich IT, Sales und Marketing werden Jobangebote über uniPort vermittelt.

8.500 UniPortal-Nutzer

8.500 Studierende nutzen die App bereits. Die Plattform ist für Studierende aller Universitäten in Wien nutzbar. Eine Ausweitung der App auf die Städte Graz, Innsbruck und Linz sind ebenfalls angedacht.

Maximilian Jerg und Adrian Schmidt gründeten uniPortal zunächst als Notenrechner. Inzwischen löse die App viele zeitraubende Probleme des Studienalltags, sagt Schmidt.

Denn es gibt einen automatischen Import von Lehrveranstaltungen und Prüfungen in den Kalender, eine Chat-Funktion, um mit anderen Studierenden Skripten und Infos auszutauschen, Gutscheine für Freizeit-Aktivitäten und nun auch personalisierte Jobangebote. Ähnliche Dienste bietet das Grazer Startup Moshbit. Mit seiner Platform Studo werden Vorlesungsverzeichnisse, Stundenpläne und Lehrveranstaltungs-Evaluierungen digitalisiert. Unternehmen erhalten ebenfalls über ein Jobportal Zugang zu Nachwuchstalenten. Auch das Wiener Jungunternehmen Druckster leitet Jobangebote und Praktika an Studierende weiter (Trending Topics berichtete).

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen