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Immobilie nicht geeignet: Wiener Talent Garden verschiebt Start bis Ende des Jahres

So soll Talent Garden Wien innen aussehen. Das dafür vorgesehene alte A1-Gebäude war für diese Pläne laut dem Projektteam nicht geeignet. (Illustration: Talent Garden)
So soll Talent Garden Wien innen aussehen. Das dafür vorgesehene alte A1-Gebäude war für diese Pläne laut dem Projektteam nicht geeignet. (Illustration: Talent Garden)

Die italienische Co-Working-Kette Talent Garden wird nicht wie geplant den Wiener Standort im Sommer eröffnen. Projektleiter Martin Giesswein hatte den Co-Working-Space im Januar mit Hauptpartner A1 angekündigt, jetzt verschiebt sich der Start voraussichtlich auf Ende des Jahres oder Anfang 2018. Das von A1 zur Verfügung gestellte Gebäude im 9. Bezirk habe sich bei der Planung als „nicht geeignet für einen Innovationscampus“ herausgestellt, informiert das Unternehmen.

Partner bleiben an Bord

Giesswein betont gegenüber Trending Topics, dass sich an dem Plan, einen Co-Working-Space mit 500 Arbeitsplätzen zu schaffen, vorerst nichts ändern werde. Das Projektteam sucht bereits nach einer neuen, passenderen Immobilie, die bestehenden Partner – neben A1 die Raiffeisen Zentralbank Österreich und die Wirtschaftskammer Wien – sind laut dem Manager weiterhin an Bord.  In einem Startup-Call verloste Talent Garden drei Monatsmieten im Innovations-Campus, die Gewinner werden laut Giesswein per Mail über den verschobenen Start informiert.

Besser scheint es bei weXelerate, dem zweiten neuen Startup-Hub in Wien, zu laufen. Der Accelerator-Betreiber, der Konzerne mit Startups vernetzen will, zeigt Bilder von den Bauarbeiten: „Wir sind im Zeitplan, die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Ab Ende August, Anfang September wird der Hub bezogen“, berichtet Geschäftsführer Hassen Kirmaci. Die Unternehmen, die sich im Nouvel Tower einmieten, will wexelerate bis Juli bekanntgeben. Als Mieter waren Anfang des Jahres die VC-Firma Speedinvest sowie Whatchado im Gespräch. Laut Kirmaci sind die Büroflächen „so gut wie ausgebucht. Wir reden jetzt noch über kleinere Mietflächen und Restplätze.“

Der WeXelerate-Seminarraum „Space 28“ während der dieswöchigen Umbauarbeiten. (Bild: weXelerate)

Neuer Managing Partner für weXelerate-Programm

Aktuell läuft außerdem die Bewerbungsfrist für den ersten Durchgang des Akzeleratorenprogramms, die Bewerberzahl liegt eigenen Angaben zufolge derzeit im dreistelligen Bereich. Bis 9. Juli können sich Gründer für den viermonatigen Accelerator, der im September startet, anmelden. Als Managing Partner des Programms hat WeXelerate im Mai Stephan Jung, zuvor Professor für Entrepreneurship und Innovation an der FH Krems und Startup-Coach bei i5invest, geholt. Zu den Mentoren zählen unter anderem Martin Essl, Head of Business Development bei Uber, i5invest-Gründer Markus Wagner, Blinkist-Gründer Holger Seim und Codeship-CEO Moritz Plassnig.

Im Gegensatz zu Talent Garden will sich weXelerate nicht durch flexible Mieter, sondern durch Großunternehmen als zahlende Partner finanzieren. Diese bekommen durch ihre Mitgliedschaft Zugriff auf das Startup-Netzwerk für Investitionen oder Kollaborationen. Die Suche nach Corporate-Partnern ist laut Chef Kirmaci noch nicht abgeschlossen, man sei aber „deutlich über Plan.“ Mehr dazu kündigt der Startup-Hub im Juli an. Bislang sind die Acredia Versicherung, Andritz, ORF, Kurier, Palfinger, Österreichische Sportwetten, T-Mobile, Uniqua, Volksbank, die Österreichische Kontrollbank und der Bankenverband mit Bank Austria als Partner gelistet.

Die beiden Startup-Hub-Initiatoren haben in früheren Gesprächen betont, sich nicht als Konkurrenten zu sehen. Sowohl WeXelerate als auch Talent Garden erhalten eine Förderung der Wirtschaftsagentur Wien, die Stadt Wien will zudem den Stadtteil St. Marx als weiteres Startup-Zentrum etablieren.

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