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Wirtschaftsministerium sichert zusätzliche Budgets für Startup-Programme in Österreich

Margarete Schramböck, Ministerin für Digitales und Wirtschaftsstandort. © Christian Lendl
Margarete Schramböck, Ministerin für Digitales und Wirtschaftsstandort. © Christian Lendl

Das von aws und FFG gemanagte GIN-Programm holt seit 2015 internationale Investoren nach Österreich und hilft heimischen Startups beim Schritt auf internationale Märkte. GIN, kurz für Global Incubator Network, wird verlängert und zwar mit einem Budget von vier Millionen Euro für die Periode 2019 bis 2021. „Damit können wir das Netzwerk weiterentwickeln und den Austausch mit neuen Regionen wie China vorantreiben“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Artivive, Cozyo, Visual Vertigo profitierten heuer

China ist damit nach Singapur, Hongkong, Südkorea, Japan und Israel die sechste große Zielregion von GIN in Asien. Startups werden durch das GIN-Programm finanziell bei der Expansion in diese Zielmärkte unterstützt und vor Ort von der Außenwirtschaft Austria betreut. Heuer wurde beispielsweise das Augmented-Reality-Startup Artivive über „GoSingapur“ und „GoSeoul“ unterstützt und hat vor Ort unter anderem zwei Ausstellungen mit seiner AR-App für Kunst begleitet (SOTA und Leica Gallery, beide Singapur) und einen Geschäftsabschluss in Korea geschafft. Daraus haben sich Folgeprojekte ergeben – unter anderem auch in der Mongolei. Das Startup Cozyo hat im Rahmen des Programms in Südkorea einen Developer gefunden, für den nun die Rot-Weiß-Rot-Karte beantragt wird und ist in Tokio in Gesprächen mit der bekannten Möbelfirma Otsuka Kagu. Das VR-Startup Visual Vertigo Software verhandelt mit einem Partner in Südkorea eine exklusive Lizenzvergabe.

++ GIN-Programm hat über 50 Startups nach Asien gebracht ++

Millionenbudgets für Startups und Digitalisierungsprojekte über aws und FFG

Neben der Verlängerung des GIN-Programms hat das Wirtschaftsministerium aus dem Topf der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung Geld für weitere Startup- und Digitalisierungsförderungen gesichert. Drei Millionen Euro erhält das aws für die Digital Innovation Initiative, um damit bis zu 20 Startups in der Gründungs- und frühen Wachstumsphase mit bis zu 200.000 Euro pro Projekt zu unterstützen. Weitere drei Millionen Euro erhält das aws für das „Impulsprogramm für Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft“.

Auch die Venture Capital Initiative wird bis 2021 mit weiteren drei Millionen Euro ausgestattet – über diesen Fund of Funds wurden bisher 34 Millionen Euro und gemeinsam mit Co-Investoren rund 90 Millionen Euro in 50 österreichische Startups investiert. Für Digitalisierungsprojekte werden der FFG für die Programme „Innovationswerkstätten digital“ (KMU), „Impact Innovation“, „Ideen Lab 4.0“ und „Laura Bassi Centers 4.0“ (Digitalisierungsprojekte von Frauen) jeweils zwei bis drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

14 Millionen für Christian-Doppler-Labors

Diese Budgets werden aus der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung und dem Österreich Fonds gespeist. Heuer wurde das Gesamtbudget für Fördermittel an vom Bund getragene Fördereinrichtungen mit 140 Millionen Euro beschlossen. Ein Teil davon fließt neben den genannten Startupförderungen in die Forschung und die Grundlagenforschung. 14 Millionen Euro werden beispielsweise Hochschulen für die Einrichtung neuer Christian-Doppler-Labors zur Verfügung gestellt. Dort wird konkret anwendungsbezogene Grundlagenforschung betrieben. „Die nun geförderten Labore widmen sich dabei speziell dem Thema Digitalisierung bzw. der anwendungsorientierten Grundlagenforschung im Bereich Krebs und andere schwere Erkrankungen“, so Schramböck.

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