Channel

Startups

Silicon Castles

Startup Executive Academy: Salzburger Schloss Urstein wird im Sommer zu Stanford

Startup-Programme gibt es viele, die meisten und auch größten haben sich zwar in der Bundeshauptstadt angesiedelt, aber eine der vermutlichsten spannendsten Initiativen ist im Schatten von Wexelerate & Co bereits im Vorjahr in Salzburg entstanden: Silicon Castles – woran der Name angelehnt ist, liegt auf der Hand – ist zwar ein klassischer strategischer Business Accelerator, hat aber eine Besonderheit, die ihn von den anderen Programmen deutlich abheben: Silicon Castles kooperiert ganz eng mit der Elite-Universität Stanford und bringt mit der Startup Executive Academy jährlich im Sommer Stanford ins Schloss Urstein bei Puch, am Campus der FH Salzburg. Nach der Premiere im Vorjahr findet die Startup Executive Academy (SEA) heuer von 29. Juni bis 4. Juli statt, Startups können sich ab sofort bewerben.

Tech-Hotspot Salzburg

Gegründet wurde Silicon Castles von Andreas Spechtler. Der gebürtige Salzburger war zuletzt Präsident von Dolby International und davor bei Sony und Real Networks. Sein Ziel: In Salzburg ein kleines Silicon Valley aufzubauen. Warum Salzburg? „Mit Firmen wie Red Bull, Porsche, Skidata oder auch Palfinger ist Salzburg ohnehin schon ein internationaler Knotenpunkt der Wirtschaft“, sagt Spechtler, „hinzu kommen noch vier Hochschulen und Institutionen wie die Salzburger Festspiele, das Karajan Institut oder die Stiftung Mozarteum. Warum sollten nicht auch österreichische Ideen zu Blockbustern werden?“ Im Nachsatz: „Man muss nicht in die USA reisen, um gut ausgebildet zu werden.“

Mit seiner Startup-Academy will Spechtler nämlich dem heimischen Business-Nachwuchs das strategische Rüstzeug und das globale Denken mitgeben, damit diese Neugründungen im harten, internationalen Wettbewerb auch bestehen können. Genau hier solle die Academy, die in Kooperation mit der Fachhochschule Salzburg veranstaltet wird, ansetzen. „Wir haben drei Grundsätze“, so Spechtler.  „Erstens transformieren wir neue Ideen in Intellectual Property und skalierbare Produkte. Zweitens begleiten wir vielversprechende Startups von Anfang an und drittens fördern wir Talente, dass sie zu Top-Geschäftsleuten werden.“

Die Stanford-Connection

Aufgrund guter Kontakte nach Kalifornien schaffte Spechtler, führende Experten nach Salzburg zu bringen. Besonderer Clou:  Das Akademie-Programm leitet Baba Shiv, Professor of Marketing an der Stanford Graduate School of Business und einer der Experten im Bereich Innovation und unternehmerisches Denken. Shiv unterrichtet an der Eliteuniversität in Stanford nicht nur Startup-Gründer, sondern vor allem Manager aus der ganzen Welt, zu ihm pilgern quasi die Top-Experten aus der Forbes 500-Liste.

Silicon-Castles-CEO Andreas Spechtler und Stanford-Professor Baba Shiv © Silicon Castles

Als Program Director fungiert James Perkins, Associate Director for Programs and Marketing, für die Executive Education an der renommierten Stanford Graduate School of Business, die Venture-Capital-Seite repräsentieren unter anderem Experten wie Phil Wickham, Executive Chairman Kauffman Fellows, Pascal Levensohn, Managing Director Dolby Family Ventures, oder Dr. Balthasar Schramm, IPO-Experte aus Berlin. Hinzu kommen noch Executives aus Firmen wie Google, Dolby, Sony, Nokia, Deutsche Telekom, Qualcomm, Huawei, Skidata, Immersion, PricewaterhouseCoopers oder Times Media Group.

Intensive Startup-Woche

Die SEA ist eine intensive Ausbildungswoche, die sehr praxisrelevant gestaltet ist. Die Teilnehmer erhalten zum einen konkretes wissenschaftliches Wissen und arbeiten zum anderen unter Supervision und mit ständiger Unterstützung der Experten an ihren eigenen Projekten. „Die Absolventen der SEA werden Salzburg nach sechs Tagen mit dem Wissen verlassen, ihr Startup besser, effektiver und erfolgreicher mit einem strategischen Blick auf die Zukunft zu führen“, so Spechtler. Am letzten Tag präsentieren die Gründer und Jungmanager ihre Startups den Professoren, Experten und Top-Managern und erhalten so nicht nur professionelles Feedback, sondern auch potentielle Investitionen oder werden in den Accelerator aufgenommen.

Bislang befinden sich drei Startups im Accelerator: Authentic Vision hat eine Methode entwickelt, mit der Konsumenten überprüfen können, ob das Produkt, das sie gekauft haben, original ist. Native Waves macht es mit seiner Technologie möglich, Filme in jeder Sprache zu sehen und Mimi ist jetzt schon das weltweit führende Unternehmen im Bereich der Klang-Personalisierung; die Software wird bereits jetzt von Hardware-Herstellern genutzt.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen