Interview

Startablish: „Wir bieten heimischen Startups Sichtbarkeit.“

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Das Startablish Team v.l.n.r.: Paul Zogmann, Anna Ge, Sebastian Taucher, Phillip Fickl © Startablish
Das Startablish Team v.l.n.r.: Paul Zogmann, Anna Ge, Sebastian Taucher, Phillip Fickl © Startablish

Die österreichische Startup-Szene wächst und wächst – und das Angebot an jungen, innovativen Unternehmen ist unendlich groß, der Dschungel an kreativen Produkten und Ideen wird immer unübersichtlicher. Das möchte ab sofort Startablish, Österreichs erstes Gründer-Verzeichnis, ändern. Das Ziel: mehr Transparenz und Übersicht über Österreichs Startup-Szene. Ein intelligentes Kategoriensystem vereinfacht dabei die Suche von Startups nach Branchen und Schwerpunkten – und auch eine Umkreissuche ist möglich. Startups, die noch nicht ins Verzeichnis aufgenommen wurden, können sich selbst registrieren und werden nach einem Hintergrundcheck vom Team freigeschalten. Gelistete Unternehmen können danach ihre Daten jederzeit selbst bearbeiten und das Interface personalisieren.

Das kostenlose Profil besteht aus einem kurzen Pitch, Logo, Fotos und einem personalisieren News- Stream, mit den neuesten Nachrichten über das jeweilige Startup in der deutschsprachigen Presse. Startablish Gründer Sebastian Taucher im Gespräch über sein neues Produkt und weitere Pläne für die Zukunft.

Ein Verzeichnis für Startups

Trending Topics: Wie ist es zur Idee gekommen, Startablish zu gründen?

Startablish: Es gibt uns ja schon seit 1,5 Jahren als klassisches Online-Magazin. Durch zahlreiche Gespräche mit Menschen aus der Branche hat sich ergeben, dass es bislang kein generelles Startup Verzeichnis für Österreich gegeben hat. Anfang November sind wir dann mit dem Verzeichnis der aktuell 350 Wiener Startups gestartet. Bis Ende des Jahres sollen alle österreichischen Startups folgen. Die gesammelten Daten können auch für wichtige Trendanalysen über die Szene und dortige Entwicklungen herangezogen werden. Es war definitiv ein großer Aufwand, all diese Daten und Fakten zu recherchieren, aber uns waren und sind zwei Dinge besonders wichtig: Die Aktualität und die Qualität der verzeichneten Unternehmen.

 TT: Es gibt keine einheitliche, klare Definition was ein Startup ist. Wie habt ihr das geregelt?

Startablish: Das stimmt, es gibt in dieser Hinsicht keinen eindeutigen Begriff. Wir haben deshalb zuallererst für uns definiert, was genau ein Startup ist: Ein innovatives und skalierbares Unternehmen, das wachstumsorientiert ist. Wir haben außerdem eine Lösung gefunden, die unterschiedlichen Gründungen einzuteilen: Es gibt insgesamt 45 verschiedene Kategorien, wobei in den Bereichen Finanzen, Hardware und E-Commerce die meisten Unternehmen vertreten sind. Die Topbranchen derzeit sind der Internet- und Software-Bereich. Es gibt natürlich auch Unternehmen, die in mehrere Branchen passen – die sind dann auch in mehreren Genres gelistet. Wir behalten uns allerdings auch vor, dass wir Unternehmen, die nicht zu unserer Definition passen nicht aufnehmen – das war aber bislang noch nicht notwendig.

Die Unsichtbaren sichtbar machen

TT: Was bringt Startablish konkret der Gründerszene?

Startablish: Es bringt für beide Seiten etwas. Financiers wir Business Angels oder Venture-Capitals können sich genau über das Angebot an Startups informieren, wenn sie nach einem Unternehmen suchen, dass sie finanziell unterstützen möchten. Sie erfahren dann die wichtigsten Facts, können sich ein Bild machen und einen Überblick verschaffen. Für junge Unternehmen bedeutet es Sichtbarkeit, die sie sonst nicht haben, weil sie oft nicht in den Medien präsent sind. Und diese Sichtbarkeit ist für die Zukunft entscheidend.

TT: Woran liegt diese „Unsichtbarkeit“ vieler Startups?

Startablish: Gerade in jungen, innovativen Unternehmen wird jede freie Minute in die Entwicklung des Produkts gesteckt. Das Produkt ist zwar sehr gut und spannend, ist aber in der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht bekannt – das soll sich durch Startablish auf jeden Fall ändern.

Vom Verzeichnis zur Plattform

TT: Wie soll sich Startablish in Zukunft weiterentwickeln?

Startablish: Für 2017 ist ein internes Netzwerk auf unserer Plattform geplant, in dem man sich austauschen kann. Schon kommenden Dezember wird es dann ein kostenpflichtiges Update geben, das einen zusätzlichen Mehrwert für die Nutzer, also die registrierten Gründer, bieten soll. Es ist jedoch nicht zwingend notwendig und man kann unser Verzeichnis auch wie bisher mit den kostenlosen Features nutzen. Als nächstes sind auch Videos geplant in denen sich die Startups vorstellen können. In ganz Europa gibt es generell wenig übersichtliche und aktuelle Startup-Verzeichnisse. Deshalb wäre auch eine Ausweitung von Startablish auf andere Länder denkbar.

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