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Stadt Wien präsentiert Ansiedelungsbilanz: „Wir müssen auf die Mindmap der Startups“

Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien. © C.Jobst/PID
Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien. © C.Jobst/PID

Wien hat heute die Ansiedelungsbilanz für das Vorjahr bekanntgegeben. Demnach haben sich im Jahr 2020 218 ausländische Betriebe in der Hauptstadt neu angesiedelt. Das sind zwar um rund 50 neue Betriebe weniger als im Vorjahr, zeige laut der Stadt Wien aber auch, „dass Wien international als stabiler und sicherer wirtschaftlicher Boden betrachtet wird.“

Wien: 263 Millionen Euro an Investitionen

266 ausländische Betriebe siedelten sich 2019 in Wien an, 218 im Vorjahr. Diese Neuansiedlungen hätten 263 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst und 1.718 Arbeitsplätze gebracht, heißt es von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Zum Vergleich: 2019 standen 731 Millionen Euro an Investitionen und 1.972 neue Arbeitsplätze im Bericht. Das ist doch deutlich weniger. Ein Problem? Nicht laut Ludwig: „Nein, weil eine Verzerrung stattgefunden hat in den Jahren davor, mit einigen wenigen sehr großen Unternehmen. Wichtig ist, dass die Anzahl stimmt. Man muss das immer über längeren Zeitraum sehen, da sind wir ziemlich stabil.“

„Krisen-Effekte“ in den nächsten Jahren

„Die Investitionen, die ausländische Betriebe während einer Krise in der Stadt getätigt haben, zeigen: Unternehmerinnen und Unternehmer glauben an Wien und sind vom Standort überzeugt. Trotz Corona-Krise haben wir 2020 das drittbeste je erreichte Ansiedlungsergebnis seit 2012 erzielt“, hieß es von Ludwig weiter. In den nächsten Jahren würden die „Krisen-Effekte“ die wirtschaftliche Entwicklung aber „doch länger“ beeinträchtigen als zu Beginn eingeschätzt.

Peter Hanke erklärt, warum: „Internationale Betriebe, die einen neuen Unternehmensstandort eröffnen wollen, planen diese Ansiedlung natürlich lange voraus. Die Ergebnisse dieser langfristigen Planung der Vorjahre sehen wir in der guten Ansiedlungsbilanz 2020 verwirklicht. Realistisch müssen wir aber unsere Erwartungen für das nächste Jahr herunterschrauben, sind doch die Bedingungen für erfolgreiches internationales Standortmarketing seit einem Jahr massiv erschwert.“

Deutschland für Großbritannien

44 der insgesamt 218 Betriebe, die sich 2020 in Wien angesiedelt haben, stammen aus Deutschland, heißt es von der Stadt. Auf den Plätzen folgen Großbritannien (16), Italien (14), die Schweiz, Slowakei und Russland. Die USA liegen auf Rang 8. Die 218 neuen ausländischen Betriebe in Wien teilen sich „quer über alle Wirtschaftsbranchen“ auf. Künftig sollen auch noch mehr Startups in die Hauptstadt übersiedeln. Die Startup-Ansiedelungen in Wien seien eine „ganz große Erfolgsgeschichte“.

Man habe 2014 damit begonnen, „die Kurve der Bewerbungen steigt steil an“, erklärte Hacker. 20 „Vienna Startup Packages“ biete man auch dieses Jahr an, die ausgewählten Startups kommen „auf Einladung zu uns nach Wien“. Man nehme die starke Zunahme an Bewerbungen „als Indikation, dass der Standort wichtiger wird“. Hacker: „Wir müssen auf die Mindmap der Startups.“ Dafür arbeite auch die Wirtschaftsagentur Wien „in enger Kooperation mit der MA 35 an“ einer neuen Servicestelle für internationale Fachkräfte und WissenschaftlerInnen. Die Inbetriebnahme des „Business Immigration Office“ sei „zur Zeit“ für Mitte 2021 geplant.

N26, Talent Garden & ICBC: Neuer Rekord bei Ansiedelungen in Wien

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