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Blockchain

Pilotprojekt

Stadt Wien stellt Essensmarken für Mitarbeiter auf Blockchain um

Das Rathaus, Wahrzeichen der Stadt Wien. © Pixabay
Das Rathaus, Wahrzeichen der Stadt Wien. © Pixabay

In der Stadtverwaltung könnte die Blockchain-Technologie vermutlich in vielen Bereichen Erleichterung bringen. Bevor man die großen Fische angeht, ist es aber gut, neue Technologien in kleineren Projekten zu testen. Die Stadt Wien hat sich bei der Digitalisierung der Essensmarken für Mitarbeiter für eine Umsetzung mit einer Blockchain entschieden.

Blockchain statt Zetterlwirtschaft

Bisher gab die Stadt Wien Essensmarken an ihre Mitarbeiter in Papierform aus. Diese Marken können in rund 800 Lokalen eingesetzt werden. Die Verwaltung dieser Zetterlwirtschaft sei aber laut Aussendung sowohl für die Stadtverwaltung als auch für die Partner sehr aufwändig gewesen. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen EY hat die Stadt deshalb nun eine digitale Lösung entwickelt, die auf einer privaten Blockchain basiert.

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Mitarbeiter erhalten die Essensmarken in eine Smartphone-App und können diese über die App bei Vertragslokalen einlösen. „Sämtliche stattgefundene Transaktionen werden unveränderlich in der privaten Blockchain abgebildet und können dadurch von allen TeilnehmerInnen transparent nachvollzogen werden“, erklärt Jonas Jünger, Senior Manager EY European Advisory Centre Blockchain Hub.

Für 20.000 Mitarbeiter

Bis Mitte September lief eine Testphase der Lösung. Bevor sie eventuell für rund 20.000 Mitarbeiter ausgerollt wird, werden die Blockchain-Essensmarken noch durch einen größeren Pilottest geschickt. An dem ersten Test nahmen eine kleine Gruppe an Mitarbeitern und zwei Lokale teil. Vor allem die Abrechnung sei mit der neuen Lösung deutlich effizienter und einfacher. Ein weiterer Vorteil sei die Transparenz und vor allem die über Smart Contracts automatisierte Vergabe, die Missbräuche verhindere. „Damit sind wir als Stadt Wien Vorreiterin beim Einsatz von Blockchain-Technologie und treiben unsere Initiative, die Stadt und auch ihre Verwaltung ‚smarter‘ zu machen, einen großen Schritt voran“, sagt Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien.

Offene Daten der Stadt bereits mit Blockchain gesichert

Für die Stadtverwaltung ist es bereits das zweite Blockchain-Projekt. Im Dezember 2017 wurden Open Government Data auf eine Blockchain gehoben (Trending Topics berichtete). So sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, diese Daten abzurufen und die Authentizität und Historie der Daten unabhängig von einer zwischengeschalteten Institution selbst einsehen und prüfen zu können.

Wien gilt europaweit als Vorreiter in Sachen Open Government Data (OGD). Es gibt ein eigenes Portal unter https://open.wien.gv.at, wo Interessierte Daten verschiedenster Art abrufen können – etwa zu Kurzparkzonen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel oder Parkanlagen. Diese Daten wiederum können dazu genutzt werden, um Anwendungen wie Smartphone-Apps zu entwickeln.

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