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Corona-Tracing

Stadt Wien bietet bald kostenlose digitale Gästeregistrierung für Gastro

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. © C.Jobst/PID
Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. © C.Jobst/PID

Die Stadt Wien versucht nach dem Schnitzel-Gutschein die nächste Initiative, um der angeschlagenen Gastronomie unter die Arme zu greifen. Nachdem mittlerweile namentliche Registrierungen in Restaurants und Bars notwendig sind, setzen Stadt und Wirtschaftskammer Wien auf ein digitales System zur Gästeregistrierung, das einfach, sicher und datenschutzkonform sein soll.

Gästeregistrierung: Vollbetrieb ab November

Die digitale Gäste-Registrierung soll ab der zweiten Oktoberhälfte in den Probebetrieb gehen und den 6.000 Wiener Gastro Unternehmen und 1.800 Kaffeehaus-Betrieben kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Vollbetrieb soll dann in der ersten Novemberhälfte starten. Die Stadt Wien verspricht, dass alle Daten mehrfach verschlüsselt sind und automatisch nach 28 Tagen gelöscht werden. Der Gastronomiebetrieb selbst sieht die Daten zudem nicht, „nur die Gesundheitsbehörde auf Anforderung im Infektionsfall“, heißt es in der Presseaussendung. Auch Falschangaben sollen so nicht mehr möglich sein. Die Datenschutzbehörde ist bei der Datenerhebung recht genau. In den FAQs heißt es: „Es gilt […] zu beachten, dass diese erhobenen Daten gemäß § 2 der Verordnung ausschließlich zum Zwecke der Nachverfolgung der Kontakte bei Auftreten eines Verdachtsfalles von COVID-19 gespeichert und verarbeitet werden dürfen sowie, dass diese Daten vier Wochen nach Erhebung zu löschen sind“.

QR-Code scannen & registrieren

Beim Eintreffen im Restaurant sollen die Gäste einen QR-Code scannen und dann am Handy die erforderlichen Daten eingeben (Name, E-Mail, Telefonnummer). Geht der Gast, kann er sich auschecken. Lokal, Tischnummer und Uhrzeit werden vom System automatisch registriert. Gäste können ihre Daten auf Wunsch auch permanent im eigenen Smartphone hinterlegen, dann muss beim nächsten Besuch nur noch der QR-Code gescannt werden.

Ähnliche Initiativen von Startups

WKW-Präsident Walter Ruck: „Die Wiener Gastronomie- und Kaffeehaus-Betriebe gehören zu den von Corona am stärksten betroffenen Branchen. Vor allem innerstädtisch fehlen uns die internationalen Gäste. Der Gastro-Gutschein war ein erfolgreicher erster Schritt, damit die Unternehmen gut aus dem Lockdown kommen. Jetzt müssen wir Sicherheit vermitteln, die Infiziertenzahlen senken und das Contact-Tracing beschleunigen. Dafür leisten die Wiener Gastro- und Cafe-Betriebe gerne ihren Beitrag, unter anderem mit der Gäste-Registrierung. Die müssen wir den Unternehmen und ihren Kunden möglichst einfach und mit höchster Datensicherheit ermöglichen. Gemeinsam mit der Stadt Wien setzen wir das nun um“. Zuletzt wurden ähnliche Initiativen bekannt, beispielsweise vom Wiener Startup Getsby oder der Digitalagentur „Die Antwort“.

+++getsby: Wiener Startup macht digitale Corona-Gästeliste kostenlos+++

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