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Stablecoins: Risiko für Finanzwelt laut Internationaler Währungsfonds

Tether-Münze. © DrawKit Illustrations
Tether-Münze. © DrawKit Illustrations

Im Rahmen des Global Financial Stability Report 2021 widmet sich der Internationale Währungsfonds (International Monetary Fund, IMF) nicht nur der wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-Krise, dem brennenden Thema Inflation und unterbrochenen Lieferketten, sondern auch dem Thema Stablecoins. „Stablecoins sind in der Regel nur unzureichend offengelegt und können in Bezug auf ihre Reserven in Frage gestellt werden“, heißt es seitens IMF im Kapital zu Krypto-Assets, in dem generell immer wieder Gefahren für Konsumenten angeführt werden.

Ohne sie direkt auszusprechen, widmet sich der IMF dabei also Stablecoins wie Tether (USDT), USD Coin (USDC) oder Binance Dollar (BUSD), die gerade auf Krypto-Börsen zu zentralen Tauschmitteln gegen andere Krypto-Assets geworden sind. Dem IMF zufolge ist die Marktkapitalisierung von Stablecoins ungeachtet der hohen Volatilität bei anderen gehandelten Krypto-Assets stetig gestiegen. USDT, BUSD und USDC kommen derzeit aktuell auf insgesamt 100 Milliarden Euro – das ist sind etwa fünf Prozent des gesamten Krypto-Marktes, der derzeit bei knapp unter 2 Billionen Euro liegt.

 

 

Große Streitfragen bei Stablecoins

Vor allem beim Stablecoin-Marktführer Tether, aber auch bei USD Coin und anderen Stablecoins stellt sich immer die Frage, wie und durch was diese gedeckt sind. Rund um Tether kamen zuletzt Berichte auf, die besagen, dass die Deckungsbeiträge von USDT teilweise dazu verwendet worden seien, um sie anderen Krypto-Firmen wie Celsius Network zu leihen oder in chinesische Firmen zu investieren. Währenddessen gibt sich USDC, wo Circle und Coinbase dahinter stehen, als viel transparenter. Doch auch USDC steht in der Kritik. Dan Burstein, Chief Compliance Officer bei Paxos, sprach sowohl USDT als auch USDC ab, stabile Coins zu sein.

„Weder USDC- noch Tether-Token sind Stablecoins, und zwar nicht nur dem Namen nach. Diese Token sind mit illiquiden und riskanten Schuldverschreibungen unterlegt – eine kritische Schwäche, die keine Aufsichtsbehörde zulassen würde, da dies ein unangemessenes Risiko für ihre Kunden schafft“, so Burstein. Paxos, die Firma, für die er arbeitet, ist derweil für die Stablecoins Paxos Standard (PAX) und Binance Dollar (BUSD), verantwortlich.

„Weder USDC noch Tether sind Stablecoins“: Streit um Krypto-Assets verschärft sich

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