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Staatspreis: In-Vision hat mit Innovation den Turnaround geschafft

In-Vision ist Sieger des Staatspreises Innovation © BMDW/APA-Fotoservice/Hörmandinger
In-Vision ist Sieger des Staatspreises Innovation © BMDW/APA-Fotoservice/Hörmandinger

„Sie schaffen die Arbeitsplätze, nicht die Politik“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) zum Auftakt der 39. Verleihung des Staatspreises Innovation. Gemeint sind innovative Unternehmen – 400 solche haben sich für die Landeswettbewerbe im Vorfeld der Auszeichnung beworben. 22 kamen in die engere Auswahl, sechs haben bei der Verleihung eine Urkunde verliehen bekommen und der Hauptpreis ging an In-Vision.

Pivot rettete vor der Insolvenz

Der diesjährige Träger des Staatspreises Innovation stand noch vor fünf Jahren knapp vor der Insolvenz, wie Montanuni-Vizerektorin Martha Mühlburger bei der Preisverleihung verraten durfte. „Sie sind mit einem hohen Risiko in ein neues Gebiet eingestiegen. In nur kurzer Zeit ist es ihnen dann gelungen, eine Schlüsseltechnologie für die additive Fertigung zu entwickeln“, lobte die Jury-Sprecherin.

+++ Alle Nominierten des Staatspreis Innovation 2019 +++

Ausgezeichnet wurde In-Vision für „Light Engines“, die seriellen 3D-Druck neu denken. Bei dem Verfahren erhärtet flüssiger Kunststoff an genau den Stellen, die beleuchtet werden. So gefertigte Objekte brechen weniger leicht, als in Schichten aufgebaute Objekte, die mit herkömmlichen 3D-Druckern gefertigt werden.

Unter den Nominierten des Staatspeises Innovation waren heuer auffällig viele kleinere Betriebe und Startups (etwa USound). Großunternehmen, die bei den vergangenen 38 Verleihungen oft bedacht wurden, fehlten ganz bewusst: „Der Vorhang ist aufgegangen für mittlere und kleinere Unternehmen. Die haben wenig Geld und kleine Teams und schaffen trotzdem disruptive Produkte“, sagte Mühlburger. „Das ist wahnsinnig toll, wenn innovative kleinere Unternehmen international reüssieren“.

Verena: Verbund ehrt Innovationen im Energiebereich

Mittlerweile traditionell werden an diesem Abend auch zwei Sonderpreise verliehen. „Wir haben nur noch zehn Jahre Zeit, um das Energieziel für Österreich zu erreichen, im Strombereich 100 Prozent erneuerbare Energie zu erzeugen“, mahnte Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG. „Dafür brauchen wir viel Innovation und Intelligenz“. Mit 12.000 Euro ist der Sonderpreis Verena vom Verbund dotiert.

„Für die Energiewende brauchen wir auch erneuerbare Speicher“, sagte Anzengruber noch vor der Bekanntgabe des Siegers und traf damit ins Schwarze. Durchsetzen konnte sich das Projekt CeraCharge von TDK und der TU Graz. CeraCharge ist laut den Erfindern die kleinste Elektrokeramik-Batterie – frei von Edelmetallen. Die Jury überzeugte die Kleinheit, die Unbrennbarkeit und die konstante Spannung, die einer Batterie gleichkomme.

WKÖ-Econovius für Schaumbeton aus Kärnten

Von der Wirtschaftskammer Österreich wird im Zuge des Staatspreises Innovation der ebenfalls mit 12.000 Euro dotierte Econovius für innovative KMU vergeben. „KMU gehen manchmal in öffentlicher Debatte etwas unter. Wir haben aber sehr viel kreative Power in den Betrieben im ganzen Land“, sagte Harald Mahrer, der den Preis als WKÖ-President erstmals verleihen durfte – für die Kammer selbst ist es bereits das 16. Mal. 2019 sicherte sich das Kärntner Unternehmen Mai International, das eine Anlage für Schaumbeton entwickelt hat. Der Schaumbeton besteht aus Kalk und Sand und kann als nachhaltige Alternative zu Styropor eingesetzt werden.

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