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Jay-Z & Jack: Payment-Riese Square kauft Musik-Streaming-Dienst Tidal

Jay-Z und Jack Dorsey vor Kaminfeuer. © Jack
Jay-Z und Jack Dorsey vor Kaminfeuer. © Jack

Ok. Was brüten Twitter-Gründer und Square-CEO Jack Dorsey und Rapper Jay-Z am Kaminfeuer über einem sicher nicht günstigen Gläschen Rotwein aus? Ja eh logisch. Der Payment-Dienst Square kauft sich die Mehrheit des Musik-Streaming-Dienstes Tidal, der ursprünglich von der norwegisch-schwedischen Technologiefirma Aspiro geschaffen und dann 2015 von Jay-Z übernommen wurde.

Wie passt das nun zusammen? Das muss Dorsey auf Twitter erst mal erklären und erläutert die Angelegenheit folgendermaßen. „Es läuft auf eine einfache Idee hinaus: neue Wege für Künstler zu finden, ihre Arbeit zu unterstützen. Neue Ideen werden Schnittstellen gefunden, und wir glauben, dass es eine zwingende Schnittstelle zwischen Musik und Wirtschaft gibt. Die Wirtschaft für Künstler nutzbar zu machen, ähnelt dem, was Square für Verkäufer getan hat“, meint der Square-CEO.

„Wir werden klein anfangen“

„In Anbetracht dessen, was Square durch Cash App für Verkäufer aller Größen und Einzelpersonen erreichen konnte, glauben wir, dass wir nun für Künstler arbeiten können, um den gleichen Erfolg für sie und uns zu erreichen. Wir werden klein anfangen und uns auf die wichtigsten Bedürfnisse von Künstlern und das Wachstum ihrer Fanbase konzentrieren“, so Dorsey weiter. Den Tidal-Abonnenten, die ähnlich wie bei Spotify eine monatliche Abogebühr für die Nutzung entrichten, kündigt er an, dass der Dienst sich treu bleiben werde.

Fix ist, dass sich Shawn Corey Carter, wie Jay-Z im bürgerlichen Namen heißt, recht gut mit Dorsey versteht – die zwei haben kürzlich gemeinsam einen Bitcoin-Fonds gestartet, über den sie 500 BTC überwiegend in Schwellenländern in Startups und Projekte investieren wollen, um das Krypto-Asset weiter zu verbreiten. Jay-Z findet jedenfalls dope, was Dorsey so tut. „Jack ist einer der größten Köpfe unserer Zeit, und unsere vielen Diskussionen über die unendlichen Möglichkeiten von Tidal haben mich noch mehr für dessen Zukunft begeistert. Diese gemeinsame Vision macht mich noch begeisterter, dem Square-Vorstand beizutreten“, so der Rapper und Unternehmer.

Tidal ist neben Spotify und Apple Music eher als Nischenangebot zu werten und für Square wohl sehr leistbar. Denn das börsennotierte Payment-Unternehmen hat während dem Corona-Krisenjahr eine Bewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar erreicht und investiert regelmäßig in Bitcoin.

Square investiert weitere 170 Millionen Dollar in Bitcoin

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