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Sprad.io: Wiener Startup hebt Mitarbeiter:innenempfehlungen auf neues Level

Christian Kindlinger und Jürgen Ulbrich von Sprad.io. © J. Ulbrich
Christian Kindlinger und Jürgen Ulbrich von Sprad.io. © J. Ulbrich

„Post & Pray“ sagt man heutzutage dazu, wenn eine Firma eine Stellenausschreibung online stellt und dann hofft, dass sich eine passende Person meldet. Für findige junge Gründer:innen ist dieser Umstand und ein Umfeld, in dem gerade Fachkräfte wie Developer händeringend gesucht werden, ein gefundenes Fressen. So auch für Jürgen Ulbrich, der bereits mit seinem Blog Apfellike und dem App-Baukasten Appful.io als Jungunternehmer auffiel, und seinen Mitgründer Christian Kindlinger.

Ulbrich und Kindlinger haben mit Sprad.io kürzlich ihr neues Startup aus der Taufe gehoben, dass den Recruiting-Markt aufmischen soll. Der Hebel dazu: Mitarbeiter:innenempfehlungen. „Mitarbeiter:innenempfehlungen sind der Recruiting-Kanal mit der höchsten Qualität an Bewerbern. Unternehmen tun sich allerdings schwer, diesen Kanal quantitativ auszubauen: Mitarbeiter:innen kennen die Stellen nicht oder nehmen nicht langfristig aktiv am Empfehlungsprogramm teil, außerdem gibt es einen hohen Administrationsaufwand“, sagt Ulbrich zu Trending Topics.

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Sprad.io: Auch für WhatsApp und SMS

Nun gibt es natürlich eine ganze Reihe Startups, die sich auf Mitarbeiter:innenempfehlungen fokussieren – firstbird aus Wien ist eines davon. Ulbrich und Kindlinger, der mit 12 Jahren Erfahrung in der Web-Entwicklung seinen Teil zum Startup beiträgt, wollen es aber anders und neu machen. Das Geschäftsmodell von Sprad.io ist klassisch als SaaS mit jährlicher Lizenzgebühr aufgebaut, doch die Features sollen besser sein als bei anderen Lösungen und für höhere Anmelde- und Retention-Raten sorgen.

„Neben einigen Verbesserungen der Grundprozesse wie eine moderne Mobile-first-Plattform unterscheiden uns zwei zentrale Aspekte: Wir können Mitarbeiter:innen die optimal passenden Kandidaten aus ihrem LinkedIn-, Xing- und GitHub-Netzwerk vorschlagen. Wir machen das nicht nur DSGVO-konform, sondern auch mit einer spielerischen Plattform“, sagt Ulbrich. Und der zweite Unterschied: „Lösungen für Mitarbeiter:innen ohne PC-Zugang gibt es bisher quasi gar nicht. Wir sind die erste und einzige Plattform, die Mitarbeiter:innen sehr einfach und direkt via WhatsApp oder SMS am Empfehlungsprogramm teilnehmen lässt.“

Außerdem dockt Sprad an bestehende HR-Lösungen wie Personio, Prescreen, eRecruiter oder Lever an. Eingehende Bewerbungen sollen automatisch in der Recruiting-Software des Unternehmens landen, versprechen die Gründer. Ulbrich kann sich mittlerweile voll auf sein Startup konzentrieren – denn Appful, das er gemeinsam mit Oskar Neumann 2015 startete, hat er mittlerweile verkauft.

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