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Fokus auf Europa

Spotify-Gründer Daniel Ek: Eine Milliarde Euro für Deeptech-Projekte

Spotify-CEO Daniel Ek. © Spotify
Spotify-CEO Daniel Ek. © Spotify

Daniel Ek, der Gründer von Spotify, wird eine Milliarde Euro aus seinem Privatvermögen in europäische Deeptech-Projekte investieren. Das kündigte er im Rahmen einer Online-Veranstaltung von Slush an. Es steht auch schon fest, in welche Projekte das Geld fließen soll.

Maschinelles Lernen, Biotechnologie, Materialwissenschaften und Energie: In diese Sektoren will Ek investieren. „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, denn wir alle wissen, dass eine der größten Herausforderungen der Zugang zu Kapital ist“, sagte Ek. Er wolle einen „neuen europäischen Traum“ verwirklichen.

Ek: „Aktuelle Situation frustrierend“

Die aktuelle Situation sei für ihn „frustrierend“, vor allem, wenn er sehe, „wie europäische Unternehmer ihre Visionen aufgeben, indem sie frühzeitig an nichteuropäische Unternehmen verkaufen, oder wenn einige der vielversprechendsten Tech-Talente gehen, weil sie sich hier nicht geschätzt fühlen“.

Ek: „Europa braucht mehr Super-Unternehmen, damit sich das Ökosystem entwickeln und gedeihen kann. Aber ich denke, noch wichtiger ist, wenn wir eine Chance haben wollen, die unendlich komplexen Probleme anzugehen, mit denen unsere Gesellschaften derzeit konfrontiert sind, brauchen wir verschiedene Interessengruppen, darunter Unternehmen, Regierungen, akademische Einrichtungen, gemeinnützige Organisationen und Investoren aller Art, die zusammenarbeiten“.

Eine Milliarde für Moonshot-Projekte

Der Investment-Plan dürfte zumindest im Groben auch schon stehen: Ek erklärte, er werde eben mit Wissenschaftlern, Unternehmen, Investoren und Regierungen zusammenarbeiten, um seine Mittel einzusetzen. Eine Milliarde Euro sicherte der Schwede dafür zu, die vor allem in „Moonshot“-Projekte fließen sollen. Die sollen sich „auf die tiefe Technologie konzentrieren, die notwendig ist, um eine bedeutende positive Kerbe zu hinterlassen“. Laut Forbes ist Ek 3,6 Milliarden Dollar schwer, rund ein Drittel seines Vermögens wird er also investieren.

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