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2 Minuten 2 Millionen

Spoontanies: Wie ein Salzburger mit Klanglöffel einen internationalen Trend starten will

© Spoontanies
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Percussioninstrumente gibt es in den kuriosesten Varianten. Von Kastagnetten bis hin zu Klangfröschen oder der peruanischen Cajón. Für den Uttendorfer Thomas Reitsamer ist die Auswahl jedoch noch nicht groß genug. Er will nun mit seinen klackenden Holzlöffeln den Percussionmarkt stürmen. „Ich bin mit traditioneller Musik aufgewachsen. Zur Ziehharmonika passen diese Löffel perfekt. Dann wurde ich oft gefragt, wo man die herbekommt und dann hab ich einfach mal ein paar angefertigt“, sagt Reitsamer.

Er hat eine Jodelschule, mit der er von Mexiko bis Kopenhagen unterwegs ist. Seine Löffel passen gut zur traditionellen Musik und klingen ähnlichen wie Kastagnetten. Revolutionär ist sein Produkt jedoch nicht. In Thailand soll es eine Art Klanglöffel geben, aber auch bei Reitsamer zu Hause gäbe es ein paar Experimente. „Bei uns haben ein paar Pensionisten schon mal solche Löffel hergestellt. Aber meistens waren die zu lang oder es wurde das falsche Holz benutzt. Wir haben dann an der Geometrie gearbeitet und das perfekte Holz gesucht“, sagt er. Birne, Rosenholz, Esche. Alle Klanghölzer hat Reitsamer durchprobiert. Im Endeffekt hat er sich für Ahorn entschieden. Das hätte den besten Klang.

Zwischen Trend und Musikinstrument

Momentan hat Reitsamer noch nicht viel Werbung für sein Produkt gemacht. Eine Website und ein paar Youtube-Videos gibt es bereits. Ab und an verirrt sich jemand auf der Suche nach einem Rhythmusgerät auf seiner Website. „Bisher habe ich so an die 100 Löffel nach Österreich und Deutschland verkauft.  Aber für mich ist es eine Nische und ich sehe da nicht nur ein Musikinstrument, sondern einen Trend“, sagt er. Denn die Löffel passen nicht nur zur „Quetsch’n“, sondern auch zu DJ-Sets oder Popmusik.

Sein Traum wäre es mit den Klanglöffeln einen Trend loszutreten, wie es der Fidget Spinner oder Yenga geschafft haben. Mit einem möglichen Investment von „2 Minuten 2 Millionen“ will er vor allem in Werbung investieren. Momentan habe er noch an die 100 Löffel auf Lager. Durch die Sendung erhofft er sich ein paar Bestellungen. Aber Reitsamer denkt schon an die fernere Zukunft: „Wenn ich einen Trend starten will, muss ich auf Masse gehen. Ich könnte die Löffel auch aus Kunststoff rausbringen. Ich brauche nur Geld für eine Form und für den Spritzguß“.

Derzeit kosten seine Klanglöffel 39 Euro und werden in Österreich produziert. Reitsamer hat sich aber in China bereits einen Prototypen anfertigen lassen. Wenn der Trend kommen sollte, müsste er nur einen Knopf drücken und los geht’s. Sein Traum wäre es mit seinen Klanglöffeln in die Fußstapfen der Vuvuzela zu treten. „Das wäre ein Ding. Stell dir vor ein ganzes Fußballstadion löffelt. So wie die Vuvuzelas bei WM oder EM. Was da für ein Sound entstehen würde, kann man sich gar nicht vorstellen“, sagt er.

 

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