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Speedinvest Pirates investiert in Content-Plattform Smint.io

© smint.io

Aus Bildern und Videos sollen schlagkräftige Marketing-Botschaften werden. Einfach ist die Sache mit dem Erwerb und der Verwendung von solchem Content aber nicht. Unklare Lizenzrechte, fehlende Metadaten oder Freigaberechte können beim Bilderkauf für Verwirrung in der Marketingabteilung sorgen. Der Content-Verwalter Smint.io bringt Getty Images und Co auf eine Plattform und verspricht Content übersichtlich zu verwalten. Nun erhält das Startup aus Leonding mit einer Finanzierungsrunde in sechsstelliger Höhe kräftig Rückenwind.

Das dritte Startup des Gründers

„Die Unternehmen verwalten ihren Content heutzutage noch manuell. Wir digitalisieren und vereinfachen den Prozess“, sagt der Reinhard Holzner, der die Content-Firma im Oktober 2018 gegründet hat, zu Trending Topics. Es ist bereits sein drittes Startup. 2010 verkaufte der Oberösterreicher ITAgents, eine Entwicklungsfirma einer Anti-Diebstahl-App, für einen siebenstelligen Betrag an das Softwareunternehmen Avast. Danach war er als Mitgründer der Content-Plattform Contidio tätig, verließ das Linzer Unternehmen aber nach zwei Jahren.

In seiner Zeit vor Smint.io habe Holzner gesehen, wie das Content-Management bei den meisten Unternehmen abläuft. Oft müsse in zehn verschiedenen Portalen gesucht werden. Es würden Metadaten, Lizenzinformationen und die passende Beschriftung fehlen. „In diesem Bereich bieten wir erstmals eine Software“, behauptet Holzner. „Wir definieren uns als Enterprise Content Buying Software“, sagt Holzner. Mit dieser habe ein Kunde rechtliche Sicherheit und gewinne einen Überblick über schon gekaufte Bilder.

Reinhard Holzner, Gründer von Smint.io ©Smint.io

Getty Images, iStock und Co auf einer Plattform

Neben Bildern lassen sich auch Videos, Audio-Dateien und 3D-Content auf der Plattform abrufen. Dabei arbeitet Smint.io mit Getty Images und deren Editorial-Schiene Dobi Stock zusammen. Auch iStock und Shutterstock werden unterstützt. In Zukunft sollen Mauritius Images und Panda Media ebenfalls Partner werden.

Gesellschafter von Speedinvest Pirates investieren persönlich

Nun holt sich der Digital-Asset-Manager mit Thomas Rosenmayr und Dieter Rappold echte Marktkenner ins Boot. Die beiden Gesellschafter von Speedinvest Pirates steigen persönlich mit jeweils drei Prozent in das Unternehmen ein. Zusätzlich beteiligt sich Speedinvest Pirates mit „work for equity“. Die gesamte Finanzierungsrunde entspreche einem Investmentbetrag im sechsstelligen Bereich, sagt Rappold.

Speedinvest Pirates ist unter der Führung von Dieter Rappold neben Speedinvest Heroes (spezialisiert auf HR) einer Service-Organisation der Speedinvest-Familie. Smint.io habe Rappold von Anfang an voll überzeugt. „Das ist eine Lösung, die glasklar einen großen Schmerzpunkt vieler großer Unternehmen in Zeiten von „every company is a media company“ adressiert und zielorientiert löst“, sagt der CEO und Gründer von Speedinvest Pirates.

Daneben ist auch der IT-Dienstleister 10hoch10 GmbH mit derzeit 15 Prozent Gesellschafter von Smint.io. Der IT-Dienstleister hatte sich kurz nach der Gründung mit einem operativen Investment beteiligt.

REWE Group als Großkunde gewonnen

Mit dem Rückenwind aus dem Investment soll das Team und der Vertrieb ausgebaut werden. „Wir suchen Leute, die auf Equity-Basis einsteigen“, sagt Holzner. Derzeit kommen die Kunden aus dem Banken-, Retail- und Verlagswesen sowie de Tourismus-Branche. Ihre Zielgruppe sind Unternehmen die mehr als 3.000 Assets kaufen im Jahr kaufen. Mit der REWE Group konnte das Startup schon seinen ersten Großkunden an Land ziehen. Auch Firmen aus den USA und Kanada haben schon angeklopft, sagt Holzner.

Offenlegung: Speedinvest ist Investor von Trending Topics.

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