Wirtschaftsministerium

Soforthilfe für Corona-Betroffene: Härtefonds für Freischaffende und KMUs geplant

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). © BMDW
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). © BMDW

Besonders betroffen von den Einschränkungen, die der Coronavirus mit sich bringt, sind freischaffende Künstler und Ein-Personen-Unternehmen. Veranstaltungen sind gestrichen, Theater und Musikhäuser haben zu, Verdienstmöglichkeiten fallen weg. Das Wirtschaftsministerium arbeitet deswegen an einem Härtefonds. Der könnte auch Bargeld für Betroffene bringen.

Bei der ZiB-Sondersendung am Montag Abend erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck von der ÖVP bereits, dass an einem Fond gearbeitet werden. Die Höhe werde man „in den nächsten Tagen“ bekanntgeben. Der Härtefonds soll vor allem „für freischaffende Künstler und Kleinst- bzw. Einpersonenunternehmen“ herangezogen werden.

Härtefonds: Bargeld als Soforthilfe?

Denkbar scheint auch zu sein, dass es Bargeld auf die Hand geben könnte – das auch nicht zurückgezahlt werden muss. Diese Geld solle das Überleben der Betroffenen sichern und kurzfristige Liquiditätsengpässe auffangen. Die Regierung schuf auch dafür zuletzt ein Maßnahmenpaket in Höhe von vier Milliarden Euro. Wie hoch die Ausschüttungen für Freischaffende sein wird, steht wie erwähnt noch nicht fest.

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Schramböck bestätigte laut der APA auf Nachfrage, dass „für die Gewährung von Kurzarbeit über die Dauer von drei Monaten durchgerechnet eine Mindestbeschäftigung von 10 Prozent nötig“ ist. Allerdings könne eine Zeit lang innerhalb dieser Periode die Arbeit auch auf null reduziert werden. Das ist bekannt und findet sich so auch in den offiziellen Ausschreibungen. Wir fassen hier alle Informationen zur Kurzarbeit zusammen.

Rettungsschirm gefordert

Schon letzte Woche forderte Marcus Arige, Vizepräsident und Kreativsprecher des SWV Wien, einen Rettungsschirm für alle Kleinstunternehmen, die vom Coronavirus betroffen sind. „Im Gegensatz zu großen Unternehmen haben Kleinstbetriebe keinen Spielraum. Ihre Existenz steht auf dem Spiel. Für sie muss jetzt ein Rettungsschirm gespannt werden“, forderte er. Niemand könne schließlich genau sagen, wie lange die Maßnahmen andauern werden.

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Die Unternehmen bräuchten nun Klarheit darüber, ob sie für entgangene Umsätze entschädigt werden. Damit Ein-Personen-Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, forderte Arige eine Ausfallshaftung für entgangene Umsätze und die Einführung eines Härtefonds als Soforthilfe. Über letzteren wird wohl zeitnah entschieden.

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