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Kik: So könnte das kanadische soziale Netzwerk den Mobile Payment-Markt erobern

Jugendlich, bunt, freundlich - so gibt sich die Messaging-App Kik. © Kik.com
Jugendlich, bunt, freundlich - so gibt sich die Messaging-App Kik. © Kik.com

Weshalb braucht eine Messaging-App eine eigenen Währung? Im September 2013 stellte Facebook sein „Credits“-Programm ein. Die Idee dahinter war es, mit Fiatgeld die Spiele auf Facebook auszustatten und ein eigenes internes, virtuelles Währungssystem zu bauen. Die Probleme bei der Integration führten zur Einstellung. Der kanadische Messaging-Dienst kik versucht nun den großen Sprung. Es ist der erste Versuch eines westlichen sozialen Mediums einen ICO mittels des relativ neuen Ethereum-Standard ERC-20 umzusetzen. Wer Kik ist? In Europa nahezu unbekannt, hat der kanadische Chat-Service 200 Millionen User in den USA, vor allem unter Teenagern ist Kik sehr beliebt. Die Pläne eine eigene Währung zu basteln, liegen länger in der Schublade: Schon 2011 gab CEO Ted Livingston an, dass er über eine Kryptowährung plant, die „consumer community“ zu monetarisieren. 2016 testete Kik bereits über einen längeren Zeitraum die Einführung der „Kik Points“.

Einnahmen durch Clicks auf Werbung

Die veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass User 253 Millionen „Points“ für Aufgaben – wie zum Beispiel auf Werbebanner klicken – einsammelten und die Errungenschaften für 74 Millionen Einkäufe nutzten. Im Durchschnitt wurden 300.000 Transaktionen pro Tag durchgeführt. Im Abgrenzung zu den zahlreichen anderen ICOs der vergangenen Monate ist, dass Kik bislang 120 Millionen Dollar an VC-Kapital eingesammelt hat. Über den ICO ist es möglich, den Investoren die Möglichkeit einzuräumen, die Produktentwicklung mitzugestalten. Besonders spannend für Kik, da einer der Investoren der chinesische Riese Tencent ist. Der chinesische Gigant gewährte dem Team rund um CEO Ted Livingston Einblicke in die Herangehensweise von WeChat. Der chinesische Messenger dominiert den Markt mit „WeChat Pay“ den mobile payment-Markt in China.

Eine App für alles

In den kommenden Wochen plant Kik den ICO und will mit Kin eine eigene Kryptowährung in das Messaging-Universum implementieren. „Durch den ICO ermutigt KiK vor allem Entwickler das Unternehmen nicht nur finanziell, sondern auch technisch zu unterstützen. Der Transfer von Geld über die Messaging-Platform würde KiK im Moment einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil auf dem westlichen Markt bescheren“, sagt Lewi Ilkanaev, Wiener Trader & ICO-Experte.

Mit Kins sollen kleine Überweisungen getätigt und in bestimmten Läden und Mobile games gekauft werden können. In den vergangenen Jahren erlebten wir einen App-Boom, der nun langsam abebbt. In China ist dieser Wandel längst vollzogen. Vom Dating über Payment und Essen bestellen funktioniert über einen Service. Dasselbe will Kik für den US-Markt, indem sie ihre User für ihre Loyalität bezahlen und ein eigenes Währungssystem innerhalb des Dienstes bauen. Messenger-Dienste sind perfekt für derlei Implikationen geeignet. Keine anderen Apps werden häufiger am Tag frequentiert als der Messenger, Whatsapp oder eben Kik. Bei der Konsolidierung des App-Marktes werden die Dienste eine führende Rolle einnehmen. Sehr wahrscheinlich, dass es auf diesem Sektor bald Neuigkeiten von den anderen großen Diensten gibt. Gerüchten zufolge soll Facebook an einer Akquirierung des Social Payment-Anbieters Reddcoin interessiert sein.

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