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Angel Investing Report 2018

So viel lassen österreichische Business Angels durchschnittlich für Startups springen

aaia-Geschäftsführerin Lisa Fassl. © Ruiz Cruz
aaia-Geschäftsführerin Lisa Fassl. © Ruiz Cruz

In einer Befragung von rund 100 Business Angels in Österreich hat die Austrian Angel Investors Association (aaia) das Investmentverhalten erhoben. Die Ergebnisse sin durchaus spannend und können im „Angel Investing Report 2018“ (PDF) im Detail nachgelesen werden. „Mit den gewonnen Erkenntnissen des Angel Investing Report 2018 wollen wir das Handeln sowie die Motivationsgründe von Business Angels besser verstehen und Rahmenbedingungen für Angel Investments in Österreich verbessern“, sagt Lisa-Marie Fassl, Managing Director der aaia.

Was zeigen nun die erhobenen Zahlen? Der typische österreichische Business Angel ist zwischen 45 und 54 Jahre alt, männlich, hält 1 bis 5 Investments in seinem Portfolio und investiert zwischen 50.000  und 100.000 Euro in Startups. Investiert wird bevorzugt in Software (47,1%), E-Commerce (43,3%) und Health Tech/Life Science (36,5%). Seed- und Pre-Seed-Runden sind wenig überraschend am verbreitetsten, in Wachstumsphasen steigen nur rund 10 Prozent der Business Angels ein. Alleine machen sie die Finanzierungen nur selten, Co-Investments sind gang und gäbe (v.a. mit Förderstellen und anderen Angels).

Bei der aaia Investors Lounge. © Ruiz Cruz
Bei der aaia Investors Lounge. © Ruiz Cruz

…und sie verdienen Geld damit

Reine Philanthropie sind Angel Investments nicht. Jeder zweite befragte Business Angel kann zumindest einen Exit in seinem Portfolio vorweisen. Die meisten Angels (29%) berichten von einem Return on Investment (ROI) von bis zum dreifachen der ursprünglich eingezahlten Summe, 25 Prozent vom bis zum Fünffachen, 12 Prozent berichten sogar von 20x ROI.

Business Angels geht es aber in erster Linie nicht um finanzielle Gewinne, sondern vor allem darum, um ihnen sympathische Gründer zu pushen. Exit-Möglichkeiten und ROI spielen bei der Investmententscheidung dem Report zufolge eine untergeordnete Rolle, die Motivation der Gründer, Leadership-Qualitäten oder technisches Know-how sind wichtigere Faktoren. Rund ein Drittel aller österreichischen Startups haben einen Business Angel an Bord.

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