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SMS Door: Der Vorarlberger, der Türen per Textnachricht aufsperrt

Plamen Irinkov, der Mann hinter SMS Door. © Plamen Irinkov
Plamen Irinkov, der Mann hinter SMS Door. © Plamen Irinkov

Die Wohnungs- oder Haustüre aus der Ferne aufsperren, das kann in manchen Fällen recht nützlich sein – etwa, wenn man den Airbnb-Gast, die Putzkraft oder einfach ein Familienmitglied, das den Schlüssel vergessen hat, hineinlassen will. Das dachte sich auch der Vorarlberger Plamen Irinkov vor acht Jahren. Mittlerweile hat er eine Lösung für das Problem gefunden. „SMS Door ist ein System zum Fernsteuern von Türen, genauer gesagt zum Entriegeln und Verriegeln von Türen“, sagt Irinkov, selbst leidenschaftlicher Techniker zu Trending Topics.

Ohne Bluetooth und WLAN

Mit Nuki, Master Lock, RemoteLock oder IglooHome gibt es bereits eine ganze Reihe an Anbietern, die smarte Türschlösser zum automatisierten Öffnen von Türen anbieten. Doch SMS Door soll sich davon wesentlich unterscheiden. „SMS Door braucht nur eine SIM-Karte und ein Tastentelefon“, sagt Irinkov. „Ein Smartphone ist keine Voraussetzung. Kein anderes System kann mit dem Omas Handy funktionieren, SMS Door schon. Man braucht kein Internet, sondern nur den Türantrieb und die Blackbox, um die Türe von überall aus öffnen. Die Verfügbarkeit von SMS ist fast immer gegeben, auch bei schlechtem Empfang.“

Dabei empfängt eine kleine Box die SMS via SIM-Karte und schickt die Information zum Schlüsseldrehen an einen Antrieb auf der Innenseite der Türe, der den innen eingesteckten Schlüssel dreht – schon geht die Türe auf. „Die meisten Menschen fragen immer nach Bluetooth und Internet. Dabei hilft alleine Bluetooth nicht, weil man ja von der Ferne die Tür steuern möchte, und WiFi alleine kann auch keine Tür öffnen.“ Sein System sei einfacher und sicherer als andere Angebote. Irinkov ist aber auch Realist: „SMS Door hat nicht den Anspruch, ein Smart Home anzubieten. Es hat den Anspruch, mit einer bewährten und sicheren Technologie wie SMS eine einfache und sichere Funktion anzubieten.“

Box für Lieferungen

Noch hat Irinkov einige wenige Stück seiner Erfindung an den Mann gebracht, hat aber bereits weitere Ideen, wie das System eingesetzt werden kann. Etwa bei seiner SMS-Post-Box. Da geht es darum, eine Metallkiste aus der Ferne zu öffnen, um Lieferungen entgegen nehmen zu können, wenn man gerade nicht zu Hause ist. „Lebensmittelketten könnten sie für deren Kunden als Mietbox zwecks Zustellungen anbieten“, sagt der Vorarlberger.

Die Lösung hat Irinkov einige Male an den Mann bringen können. „Das ist ein Nischenprodukt, ich habe noch keine Werbung gemacht, deswegen ist der Absatz noch überschaubar“, sagt er. Rund 300 Euro nimmt er für SMS-Door. Wer auch die Haustüre via Gegensprechanlage mit SMS öffnen will, legt noch einmal 50 Euro für den SMS-Talent drauf.

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