Channel

Startups

Innovators

5 Millionen-Deal: Smartbow und Zoetis starten Partnerschaft für intelligente Rinderohrmarke

Smartbow Gründer Wolfgang Auer hebt die Rinderzucht ins digitale Zeitalter. ©Smartbow
Smartbow Gründer Wolfgang Auer hebt die Rinderzucht ins digitale Zeitalter. ©Smartbow

Das aus Weibern in Oberösterreich stammende Agrar-Tech-Startup Smartbow (www.smartbow.at) hat mit Zoetis (www.zoetis.com), dem weltweiten Marktführer im Bereich Tiergesundheit, eine exklusive, weltweite Vertriebspartnerschaft mit einer Expansionsfinanzierung von fünf Millionen Euro abgeschlossen. Im Zentrum dieses Deals steht das Produkt Eartag LIFE, eine von Smartbow entwickelte, neuartige Rinder-Ohrmarke, die gleichzeitig zur offiziellen Tierkennzeichnung und zum Verhaltensmonitoring verwendet werden kann. Die Zusammenarbeit der beiden Firmen soll in den nächsten drei Jahren weiter intensiviert werden, wobei Smartbow sich vorrangig im Bereich der innovativen Weiterentwicklung von bestehenden Produkten einbringen wird.

Digitalisierung im Stall

Die smarte Ohrmarke dient zur Wiederkäu- und Gesundheits-Überwachung, Erkennung der Paarungsbereitschaft sowie Kuh-Ortung in Echtzeit. Landwirte erhalten damit frühzeitig Informationen über relevante Veränderungen im Verhalten ihrer Tiere am Smartphone, beispielsweise bei Stoffwechselstörungen. Dabei wird auch die aktuelle Position des Tieres auf einer digitalen Karte angezeigt. So können Entscheidungen situationsabhängig getroffen werden, ohne dafür vorab in den Stall gehen zu müssen. Der automatische Alarm kann auch direkt an Mitarbeiter oder einen Tierarzt weitergeleitet werden. Die nötigen Informationen werden auf PCs, über das Smartphone (SMS) oder am Tablet empfangen und angezeigt. Neben der Nutzung für Milchrinder, kann die Smartbow-Ohrmarke auch bei Mastrindern, Schweinen und weiteren Tieren eingesetzt werden.

„Unerreichte Qualität“

Wolfgang Auer, Gründer und Geschäftsführer von Smartbow, erklärt: „Unsere Ohrmarke verfügt über mehrere Alleinstellungsmerkmale wie etwa ein geringes Gewicht von nur 20 Gramm und eine Batterielebensdauer von sechs Jahren. Eine integrierte LED-Leuchte ermöglicht es dem Betriebsführer, bei selektivem Alarm das betreffende Tier rasch zu finden. Dank RFID-Funktion kann eine automatisierte Tieridentifikation sichergestellt und individuelle Zugangsberechtigungen für den Melkstand und die Fütterung vergeben werden. Mit unserem neuen Vertriebspartner Zoetis gelingt uns nun die Bearbeitung des Weltmarkts in bisher unerreichter Qualität.“

 

„Smartbow ist bekannt dafür, hochmoderne Technologien zu entwickeln, welche auf die speziellen Bedürfnisse von Milchproduzenten zugeschnitten sind“, sagt Clint Lewis, Executive Vice President und President International Operations von Zoetis. „Die Eingliederung des Smartbow-Systems in das Zoetis-Portfolio ermöglicht es uns, unseren Kunden noch umfassendere Lösungen anzubieten, für eine bessere Gesundheit der Tiere in der Pflege und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit am Hof. Das neue Angebot überzeugt als digitale Innovation und stärkt unser existierendes Portfolio, welches Arzneimittel, Impfstoffe, Diagnoseprodukte und Gen-Tests sowie ein technisches Service für die Milchproduktion und tierärztliche Einsätze zur Unterstützung der Landwirte beinhaltet.“

„Mittel gegen enormen Druck in der Branche“

Herwig Springer und Johannes Raidl vom M&A Berater i5invest (www.i5invest.com), die diese Vertriebspartnerschaft eingefädelt haben, sehen ein enormes Potenzial in der Zusammenarbeit von Zoetis und Smartbow: „Die Ohrmarke von Smartbow ermöglicht es Kunden von Zoetis aufkeimende Krankheiten und beginnende Paarungsbereitschaft ihrer Tiere mehrere Tage früher zu erkennen. Dadurch können veterinärmedizinische Behandlungen verbessert und optimiert werden. In Summe sehen wir ein weltweites Potenzial von rund 250 Millionen Milchkühen und einer Milliarde Rinder gesamt, die mit dieser Ohrmarke ausgestattet werden könnten, um dem wachsenden Margen- und Professionalisierungsdruck meistern zu können.“

Springe zu:

Be smart and nice ;)

Ganzen Artikel lesen