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Sipwise: Niederösterreichisches Telekom-Startup verkauft Mehrheit an Alcatel-Lucent Enterprise

Vlnr. Jürgen Milde-Ennöckl (tecnet), Michel Ozanian (ALE), Doris Agneter (tecnet), Andreas Granig (Sipwise), Bernd Stangl (ALE), Werner Zahnt (Speedinvest), Daniel Tiefnig (Sipwise), Gernot Fuchs (Sipwise) und Atilla Ceylan (Sipwise). ©tecnet
Vlnr. Jürgen Milde-Ennöckl (tecnet), Michel Ozanian (ALE), Doris Agneter (tecnet), Andreas Granig (Sipwise), Bernd Stangl (ALE), Werner Zahnt (Speedinvest), Daniel Tiefnig (Sipwise), Gernot Fuchs (Sipwise) und Atilla Ceylan (Sipwise). ©tecnet

Der Technologieausrüster Alcatel-Lucent Enterprise (ALE) mit chinesischen Eigentümern hat heute bekannt gegeben, sich die Mehrheit des niederösterreichischen Startups Sipwise gekauft zu haben. Sipwise, das 2008 gegründet wurde, bietet Kunden wie T-Mobile, UPC oder Tele2 so genannte Unified Communications (UC) an, also Lösungen, um Kabel, DSL, FTTx, WiFi oder WiMAX einfach in bestehende Infrastruktur integrieren zu können. Insgesamt zählt Sipwise rund 60 Kunden in 20 Ländern, die die Technologien des Startups für rund 4 Millionen Endnutzer einsetzen.

Noch wird es rund zwei Jahre dauern, bis 100 Prozent der Firma mit Sitz in Brunn am Gebirge der Gründer Daniel Tiefnig, Atilla Ceylan und Andreas Granig ALE gehören. In einem ersten Schritt haben die frühen Investoren Speedinvest und tecnet 100 Prozent ihrer 2011 erworbenen Anteile verkauft. Die Gründer sind weiterhin beteiligt und werden ihre Anteile schrittweise über die nächsten 24 Monate an ALE abgeben. Dieser Prozess ist ein bestimmte Meilensteine gekoppelt.

Millionenbetrag für die Niederösterreicher

Wie viel Geld ALE für Sipwise springen hat lassen, ist derzeit nicht bekannt, es muss sich jedenfalls um einen Millionenbetrag handeln. Der neue Mehrheitseigentümer will die Marke beibehalten und die Sipwise-Produkte über sein weltweites Vertriebsnetz an den Kunden bringen. „Die Marktanforderungen verändern sich: Gerade Unternehmenskunden erwarten immer häufiger Kommunikations- und Kollaborationslösungen, die über mehrere Geräte und Netzwerke hinweg im Verbund funktionieren“, sagt Nicolas Brunel, Executive Vice President Communication and Business Division bei Alcatel-Lucent Enterprise.

Sowohl Speedinvest als auch tecnet sehen ihren Exit als Bestätigung ihres frühen Fokus auf Deep-Tech-Investments. “Es ist für uns eine große Freude, zu sehen, wie eine Technologie aus Österreich zu einem zentralen Baustein der Zukunft komplexer Softwareentwicklungen  wird“, sagt Werner Zahnt von Speedinvest.

Alcatel-Lucent Enterprises (ALE) ist ein Spin-off des ehemaligen französischen Telco-Ausstatters Alcatel-Lucent, steht seit 2014 im mehrheitlichen Eigentum des chinesischen Netzwerkausrüsters Huaxin und operiert von Frankreich aus auf der ganzen Welt. Die bekannte Marke Alcatel-Lucent wird dabei von Nokia lizensiert, die sich die ALE-Mutter 2015 schnappte.

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