E-Commerce

Shopify deaktiviert die Fanshops von Donald Trump

US-Präsident Trump. © Gerd Altmann auf Pixabay
US-Präsident Trump. © Gerd Altmann auf Pixabay

Der Reihe nach wenden sich Internet-Plattformen von Donald Trump ab. Nachdem seine Accounts auf Facebook und Snapchat auf unbestimmte Zeit gesperrt wurden, zieht nun auch der kanadische E-Commerce-Anbieter Shopify nach. Weder sein Konzern noch seine politische Kampagne dürfen mehr Merch über die Plattform verkaufen.

Shopify verkauft kein Trump-Merchandising mehr

Man toleriere keine Taten, „die zu Gewalt anstiften“, erklärte Shopify. Die Richtlinien würden Bewerbungen von Personen, die Gewalt gutheißen, nicht zulassen. Gegenüber Techcrunch äußerte sich ein Sprecher von Shopify folgendermaßen: „Shopify toleriert keine Handlungen, die zu Gewalt anstiften. Aufgrund der jüngsten Ereignisse haben wir festgestellt, dass die Aktionen von Präsident Donald J. Trump gegen unsere Acceptable Use Policy verstoßen, die die Förderung oder Unterstützung von Organisationen, Plattformen oder Personen verbietet, die Gewalt androhen oder dulden, um eine Sache voranzutreiben. Infolgedessen haben wir Shops, die mit Präsident Trump in Verbindung stehen, geschlossen.“

Heißt für Donald Trump: Ab sofort werden alle virtuellen Läden mit Bezug zum baldigen Ex-Präsidenten geschlossen, „MAGA“-Kappen und andere Merchandising-Produkte werden damit vorerst nicht weiter verkauft. Ob das dauerhaft so bleibt, ist allerdings noch unklar. Während Facebook und Snapchat länger durchgreifen und den scheidenden Präsidenten mindestens zwei Wochen sperren wollen, darf er mittlerweile zumindest wieder twittern.

Auch Twitch reagiert

Voraussetzung dafür war allerdings, dass der scheidende POTUS die letzten drei Tweets zu den Ausschreitungen vor dem Kapitol löscht. Erst kürzlich wurde bekannt, dass nach dem Sturm auf das Kapitol auch eine fünfte Person, ein Polizist, verstorben ist. Derzeit jedenfalls kommen nur Fehlermeldungen, wenn man shop.donaldjtrump oder trumpstore.com gehen will. Beide Shops seien „nicht verfügbar“. Zuletzt entschied sich außerdem die Streaming-Plattform Twitch dafür, Trump „angesichts der brandgefährlichen Rhetorik“ auszuschließen. Man wolle verhindern, dass Twitch dafür verwendet wird, „zu weiterer Gewalt aufzurufen“. Von Trump selbst beziehungsweise seinem Team gab es zu den neuen Entwicklungen noch kein offizielles Statement. Auf Twitter verurteilte er den Sturm auf das Kapitol aber mittlerweile offiziell.

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