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2 Minuten 2 Millionen

Shared Sheep aus Niederösterreich bietet Strickwaren vom eigenen Miet-Schaf

Shared Sheep bei 2 Minuten 2 Millionen © Gerry Frank
Shared Sheep bei 2 Minuten 2 Millionen © Gerry Frank

Regionalität ist insbesondere bei Lebensmitteln beliebt. Die beiden Gründer Jakob Raffel und Thomas Teufl wollen von dem Trend zu lokalen Produkten auch in der Bekleidungsbranche profitieren – mit Mützen und Schals aus österreichischer Wolle.

Im vergangenen Jahr gründeten die beiden Unternehmer aus Niederösterreich das Unternehmen Shared Sheep, das österreichischen Bauern die Wolle ihrer Merinoschafe abkauft und weiter verarbeitet. Merinowolle gilt als eine der hochwertigeren Wollsorten und soll etwa besonders atmungsaktiv sein sowie kaum Gerüche aufnehmen.

Rund 300 Schafe

Derzeit arbeiten die beiden Gründer mit drei Bauern zusammen, die je 100 Schafe halten, sagt Thomas Teufl gegenüber Trending Topics. Die von ihnen produzierte Wolle werde von „privaten Strickerinnen“ händisch zu Mützen oder Stirnbändern verarbeitet, die es im Onlineshop ab 35 Euro zu kaufen gibt. Wie viel Umsatz oder Gewinn das junge Unternehmen bisher gemacht hat, verraten die Gründer nicht. Man spende jedoch die Hälfte des Erlöses an gemeinnützige Organisationen, betonen sie.

Patenschaften für Schafe

Shared Sheep bietet auch Abonnements an, bei denen ein Kunde eine sogenannte Patenschaft für ein Schaf übernehmen kann, monatlich eine Gebühr zahlt und dafür Zugang zu Events sowie einen Gutschein für Wollprodukte bekommt. Die Schafe können auch gemietet werden, falls der Kunde sie in den eigenen Garten stellen möchte.

Auf der Homepage werben die Gründer damit, dass Kunden „Merino-Wollprodukte vom eigenen Schaf“ erhalten, also dem jeweiligen vom Kunden finanzierten Tier.  Auf die Nachfrage, wie sie sicherstellen, dass das verkaufte Produkt auch tatsächlich jedes Mal vom „Patenschaf“ ist, antwortet Gründer Thomas Teufl nur vage. „Wir garantieren unseren Kunden Produkte aus der Wolle der Shared-Sheep-Schafe“, schreibt er in einer E-Mail. Die Kunden hätten die Garantie, dass es den Tieren gut gehe und die Produktionskette der Kleidung in Österreich liege.

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