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SegWit2x

Drohende Bitcoin-Spaltung: So schützt du das Krypto-Geld in deiner Wallet

Trezor: Hard Wallet mit Fingerprint-Scanner. © Trezor.io
Trezor: Hard Wallet mit Fingerprint-Scanner. © Trezor.io

Ab dem 26. Juli beginnt mit der Implementierung von SegWit2x eine großes Update auf die Bitcoin-Blockchain und damit ein grundlegende Neuerung, das zwei der größten Probleme lösen soll: Veruntreuung und die Skalierbarkeit. Die erweiterte Kapazität des Speicherplatzes von derzeit einem Megabyte pro Block auf zwei Megabyte soll für schnellere Transaktionen sorgen und die Kosten reduzieren, die User zur Zeit an die Miner zahlen. Die Aktivierung soll in zwei Monaten abgeschlossen sein.

Vor dem Stichtag 1. August, an dem die Implementierung fertig sein soll, mehren sich die Sorgen der Anleger vor einem Kurssturz durch eine Aufteilung der Bitcoin-Chain in jene Nodes, die das Update akzeptieren und jene, die es ablehnen. Im Falle eines Forks könnte die Bitcoin-Blockchain in zwei miteinander inkompatible Versionen des Bitcoins auseinander brechen. In den Tagen rund um den 1. August gibt es einige Dinge zu beachten, um auf der sicheren Seite zu sein.

Transaktionen um den 1. August

Die Core-Entwickler raten davon ab, 48 Stunden vor dem Stichtag Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren oder zu tätigen. Durch die Umstellung könnte sich das Netzwerk entzweien („hard fork“, gemeint ist eine Spaltung) und Transaktionen parallel auf beiden Blockchains ablaufen. Denn in jedem Bitcoin stecken vor der Bestätigung einer Transaktion beide Chains. Auf bitcoin.org können sich Trader über die aktuellen Ereignisse informieren.

Die Gefahr: Replay Attacks

Jeder kann bei einer Blockchain-Transaktion die Bitcoin-Daten einsehen. Kommt es zum Fork zwischen ‚Bitcoin‘ und ‚Bitcoin Unlimited‘, können Betrüger die Transaktion auf der jeweils anderen Chain handeln. Deshalb, bitte die Füße für ein paar Tage stillhalten, sonst kann im Zweifelsfall eine Transaktion mit demselben Bitcoin zweimal durchgeführt werden.

„Paper Wallet“ anlegen

Das Wallet besteht aus zwei Schlüsseln. Einer ist der öffentliche über den Bitcoins versendet werden kann, der andere ist der „private key“. Beide gemeinsam sind eine genaue Definition des eigenen Wallets. Um diese vor Zugriffen sicher zu verwahren, ist die effizienteste Lösung eine „Paper Wallet“. Diese Aufbewahrungsform ist ein echtes Dokument, oftmals mit einem QR-Code, der die beiden Codes vereint.

Die Erstellung ist aufwendig, aber eben sicher. Bitaddress.org und Bitcoinpaperwallet.com sind die besten Anlaufstellen, um sich ein Paper wallet zuzulegen. Auf reddit kursieren die abenteuerlichsten Geschichten über Paper Wallets in Waschmaschinen, ausbleichender Druckertinte und Wallets, die im hintersten Teil des Gartens vergraben wurden. Dennoch ist die Offline-Lösung die effizienteste.

Hardware Wallet

Eine sichere Lösung bietet das Hardware wallet. Trezor, KeepKey und Ledger sind die bekanntesten Anbieter. Die Geräte ähneln USB-Sticks, sind aber durch Verschlüsselung und Fingerabdruckscanner gesichert. Die Geräte kosten rund 100 Euro. Nach dem Fork hätte jeder User zwei verschiedene Währungen – Bitcoin und Bitcoin Unlimited.

Software Wallet

Alle großen Börsen wie Kraken oder Poloniex haben Bitcoin unlimited und damit dem SegWitx2-Update zugestimmt. Hier sollte es nach dem 1. August zu keinen Problemen kommen. Im Grunde gilt, seine Coins keiner Börse anzuvertrauen, die nicht beide Chains anbietet, sondern sich aus politischen Gründen einer der beiden Forks angeschlossen hat.

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