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SEC-Chef Gary Gensler sieht Stablecoins wie USDC als „Poker-Chips“

Logo des USD Coins. © Centre.io, Montage Trending Topics
Logo des USD Coins. © Centre.io, Montage Trending Topics

Die US-Börsenaufsicht SEC hat schon seit Längerem ein scharfes Auge auf den Kryptomarkt. So hat die Behörde kürzlich dem Kryptohändler Coinbase mit einer Klage wegen des geplanten Features „Lend“ gedroht, das Kund:innen das Verleihen von Krypto-Assets erlauben lassen würde. Coinbase wollte hier den Anfang mit der Stablecoin USDC machen (Trending Topics berichtete). Doch auch Stablecoins sind im Visier der SEC. Deren Vorsitzender Gary Gensler fordert laut der Washington Post für sie härtere Regulierung und vergleicht sie mit „Poker-Chips“.

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Keine Alternative zu öffentlichen Währungen

Gensler bezweifelt, dass digitale Vermögenswerte eine dauerhafte Alternative zu öffentlichen Währungen darstellen werden. „Die Geschichte lehrt uns, dass private Formen des Geldes nicht lange halten“, sagte er gegenüber der Washington Post. Als Beispiel dafür nennt er die „Wildcat-Banking-Ära“ in den USA von den 1830er bis in die 1860er Jahre. In dieser Zeit hatten die USA mit privatem Geld experimentiert. „Das Ganze war mit hohen Kosten und Problemen verbunden“, so Gensler.

Bei Stablecoins handelt es sich um Kryptowährungen, deren Wert an den von Vermögenswerten außerhalb des Kryptomarkts gebunden ist, beispielsweise Fiat-Währungen. So ist USDC an den Wert des US-Dollar gebunden. Das soll die bei den gewöhnlichen Coins übliche Volatilität verhindern. Skeptiker befürchten jedoch, dass die Emittenten nicht in der Lage sein werden, ausreichende Sicherheiten für die Vermögenswerte aufrechtzuerhalten. Bei fehlender Regulierung würde das ein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems darstellen.

„Weder USDC noch Tether sind Stablecoins“: Streit um Krypto-Assets verschärft sich

SEC will Stablecoins härter regulieren

Zu den schärfsten Krypto-Kritikern gehört Gensler. Der SEC-Chef sagt, die Behörde habe nach geltendem Recht „robuste Befugnisse“, um den Kryptosektor umfassend zu regulieren, „und wir werden sie nutzen.“ Wenn es um Stablecoins geht, sagte er, müsse sich die Behörde noch mit anderen Finanzaufsichtsbehörden abstimmen, ebenso mit dem Kongress. Dadurch sollen keine Angelegenheiten der SEC entgehen. Finanzministerin Janet Yellen berief im Juli führende Finanzaufsichtsbehörden ein, um über Stablecoins zu diskutieren. Ein Bericht der Gruppe wird für die kommenden Wochen erwartet.

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