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Schüttflix: Speedinvest steckt Millionen in deutsches Schotter-Startup

© Schüttflix
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Es ist eine digitale Logistikdrehscheibe für Schüttgüter wie Schotter, Sand oder Kies – und hat jetzt von Investoren unter der Führung des Wiener VCs Speedinvest ein Investment in der Höhe von acht Millionen Euro erhalten. Schüttflix bietet seinen Nutzern die simple Möglichkeit, Schüttgüter per App zu kaufen oder zu verkaufen – ist also die Digitalisierung eines Geschäfts, das bisher sehr analog vonstatten ging. Die Plattform vernetzt also Bauherren aus dem Hoch-, Tief-, Garten- oder Landschaftsbau auf der einen und Produzenten wie Kiesgruben auf der anderen Seite miteinander.

Schüttflix wurde 2018 in Gütersloh gegründet und liefert seit 2020 in ganz Deutschland. Im Heimatbundesland Nordrhein-Westfalen soll die Lieferzeit sogar bei unter vier Stunden liegen. Der Umsatz liegt dabei mittlerweile bei 500.000 Euro pro Monat. Gegründet wurde das Startup von Christian Hülsewig, der nach zehn Jahren in führenden Positionen im Logistikmanagement bei arvato und Microsoft sein eigenes Unternehmen gründen wollte und entsprechende Erfahrung in das Startup mitbringt. Mit Thomas Hagedorn rief er das Unternehmen ins Leben.

Modell als Testimonial

Wichtig für die Markenbekanntheit: Zu den Gesellschaftern des Unternehmens zählt Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla (u.a. Ex-Freundin von Rammstein-Sänger Till Lindemann), die auch entsprechend als Markenbotschafterin eingesetzt wird.

„Wir mussten nicht finanzieren, sondern wir wollten, da wir mit Speedinvest den richtigen Partner gefunden haben“, sagt Hülsewig zum Investment. „Speedinvest kann Industrie und versteht Bau. Für uns war immer klar: wenn ein Investor dazukommt, dann muss die Chemie, das Know-how und die strategische Ausrichtung stimmen. Und dann greifen wir zu.“ Marie-Hélène Ametsreiter von Speedinvest: „Schüttflix ist ein echter Marktmacher, der perfekt in unser Portfolio passt“, so . „Gemeinsam digitalisieren wir jetzt eine der analogsten Branchen überhaupt: die Schüttgutindustrie.“

B2B-Plattformen für Baustoffe gibt es bereits mehrere. Mit Schrott24 oder Schrott2Cash gibt es auch in Österreich bereits zwei Online-Marktplätze für den Handel von Altmetall. Startups wie diese wollen auch eines: Mehr Transparenz in einen vormals analogen Markt bringen, in dem Preisvergleiche zwischen verschiedenen Anbietern nur schwer möglich waren.

Disclaimer: Speedinvest ist auch Investor von Trending Topics.

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