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Schrott24: 2,8 Millionen Euro für das Grazer Altmetall-Startup

Tanz auf dem Airbus: Jan Pannenbäcker von Schrott24. © Schrott24
Tanz auf dem Airbus: Jan Pannenbäcker von Schrott24. © Schrott24

Vor einigen Jahren hätten wohl die wenigsten gedacht, dass ein Online-Marktplatz für Altmetall ein richtig großes Business sein kann. Doch Investoren glauben fest, daran, dass Schrott jetzt und künftig noch viel mehr im Internet gehandelt wird – über Marktplätze, wo Käufer und Verkäufer zusammenfinden und sich Preise transparent bilden.

Eines der Startups, die das ermöglichen, ist Schrott24 aus Graz. Das Startup wurde 2016 von Alexander Schlick und Jan Pannenbäcker gegründet, seither haben sich namhafte Investoren beteiligt, und 2019 hat die Firma von der EU eine Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro in Rahmen des „Horizon 2020“-Programms erhalten.

Jetzt kommen neue Investoren und noch viel mehr Geld an Bord. Statkraft Ventures investiert als Lead-Investor, gemeinsam mit bestehenden Investoren wie FJ Labs und Gisbert Rühl, CEO der Klöckner & Co, und startup300 werden insgesamt 2,8 Millionen Euro investiert. Statkraft Ventures mit Sitz in Düsseldorf ist der Venture-Capital-Fond der norwegischen Statkraft-Gruppe, Europas größtem Erzeuger erneuerbarer Energien. Statkraft ist mit etwa 23 Prozent an den Grazern beteiligt, startup300 hält insgesamt etwa 8 Prozent.

Digitalisierung des Recycling

„Wir glauben an das Geschäftsmodell von Schrott24 ebenso wie an das Team des Unternehmens. Die Digitalisierung der Recyclingindustrie in Europa hat erhebliches Potenzial, welches Schrott24 über Standardisierung, Prozesseffizienz und Transparenz erschließt“, heißt es seitens Alexander Küppers, Managing Director bei Statkraft Ventures.

Zuletzt hat Schrott24 auf sich aufmerksam gemacht, weil das Startup deutsche Atomkraftwerks-Teile (1.500 Tonnen Altmetall) übernahm und sich beim Wiederverkauf um Transport, Qualitätskontrolle und Auszahlung kümmerte. Mit dem frischen Kapital wollen die Gründer ihr Vertriebsteam ausbauen, auch neue Mitarbeiter in den Bereichen Sales, Operations und Software-Entwicklung anstellen und die Online-Plattform noch stärker automatisieren. Das Netzwerk soll auf Gießereien und Schmelzwerke ausgeweitet werden auch die internationale Expansion ist ein Ziel. Derzeit handelt Schrott24 überwiegend Altmetalle aus Deutschland und Österreich und vertreibt diese europaweit.

Grazer Startup recycelt deutsche Atomkraftwerks-Teile

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