Was bringt die neue Regierung für Startups, Frau Schramböck?

2019 stagnierten die Investments in heimische Tech-Jungfirmen - Gründe gibt es viele. Die neue alte Wirtschaftsminsterin Margarete Schramböck hat zahlreiche Maßnahmen für Startups ins Regierungsprogramm gesetzt und wird auch einen eigenen Startup-Beauftragten ins Ministerium holen. Wir haben sie zum Interview getroffen.Mehr Infos: https://bit.ly/2t5FFC9

Gepostet von TrendingTopics.at am Dienstag, 14. Januar 2020
People

Schramböck wird eigenen Startup-Beauftragten ins Wirtschaftsministerium holen

Wir kommen soeben vom Interview-Termin im neuen alten Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) zurück und haben spannende Exklusiv-News für die Startup-Branche im Gepäck. Denn im Gespräch mit Ministerin Margarete Schramböck haben wir in Erfahrung gebracht, dass das Ministerium einen eigenen Startup-Beauftragten bekommen soll.

„Treibende Kraft“ für Umsetzungen

„Wir werden einen Startup-Beauftragten bei uns im Ministerium einrichten, der Ansprechpartner für die Startups ist“, so Schramböck zu Trending Topics. „Das ist eine lange Forderung, und die werden wir auch erfüllen.“ Die Suche nach einer geeigneten Person beginne jetzt. „Wir werden in den nächsten Monaten jemanden ernennen.“ Ab wann die neue Stelle im BMDW besetzt wird und vor allem mit wem, das steht noch nicht fest. Zuerst muss die Stelle wohl ausgeschrieben werden.

„Es geht darum, mit der Community in Kontakt zu bleiben. Wir haben das bisher schon gemacht und wollen das intensivieren“, so Schramböck. Für den Startup-Beauftragten gehe es darum, Feedback für die Umsetzung von neuen Maßnahmen einzuholen. „Die Person wird die treibende Kraft sein, dafür zu sorgen, dass die Dinge umgesetzt werden im Netzwerk mit allen Ministerien“, sagt die Ministerin. So gibt es im Regierungsprogramm viele Punkte, die Startups betreffen (z.B. Rot-Weiß-Rot-Karte, neue Gesellschaftsform, Wachstums-Fonds etc.) und die Ressort-übergreifend zu behandeln sind.

+++ Neue Regierung plant Strategie für Künstliche Intelligenz – mit roten Linien +++

Kein Beirat

AustrianStartups hat schon bisher immer wieder einen eigenen Startup-Beirat für die Regierung gefordert. „Bei aller Zuversicht vermissen wir ein Element ganz besonders – die nachhaltige Verankerung der innovativen Gründer-Perspektive in öffentlichen und politischen Institutionen. Besonders in der Startup-Welt, in der Veränderung die einzige Konstante ist, macht ein regelmäßig festgesetzter Dialog mit Experten aus der Praxis viel Sinn, um Pläne laufend zu aktualisieren. Unser Vorschlag: Ein unabhängiger Startup-Beirat der die Regierung bei Tech-Agenden unterstützt und direkt Feedback zu geplanten Initiativen gibt“, hieß es kürzlich im Blog von AustrianStartups.

Einen eigenen Startup-Beirat soll es nicht geben, aber dafür eben den Startup-Beauftragten. Er sei konkret dafür verantwortlich, dass Dinge umgesetzt werden. „Ein Beirat würde das nicht machen. Diese sind Impulsgeber, aber ich bin der Meinung, dass es nicht immer einen Beirat braucht“, so Schramböck abschließend zum Thema. Sie sie ohnehin mit verschiedenen Beiräten ständig im Austausch.

+++ Regierungsprogramm: Die wichtigsten Pläne für den Startup-Sektor +++

Mehr anzeigen