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Schoolfox: Ansturm vor Lockdown lässt Schul-App in die Knie gehen

Startseite des Schul-Messengers Schoolfox. © Trending Topics
Startseite des Schul-Messengers Schoolfox. © Trending Topics

Ab morgen geht Österreich in den zweiten harten Lockdown des Jahres – und das hat auch zur Folge, dass auch die Pflichtschulen auf Distance Learning umgestellt werden und Kindergärten in den Notbetrieb umschalten. Wieder setzen viele Bildungseinrichtungen deswegen auf den Versuch, weiter via Distance Learning zu arbeiten. Und das hat nun auch Folgen für die Anbieter entsprechender Apps.

Etwa für das Wiener Startup Schoolfox, das im Corona-Jahr 2020 bereits wie berichtet eine Verdoppelung der Nutzung seines Schul-Messengers gesehen hat. Die stark gestiegene Popularität in Schulen und Kindergärten zeigt jetzt seine Schattenseiten. Denn in den vergangenen zwei Tagen ist die App, die zur digitalen Kommunikation rund um Schulangelegenheiten zwischen Eltern, Lehrern und Schülern dient, regelrecht überrannt worden.

Überlastung des SchoolFox-Systems

„In den vergangenen beiden Tagen ist es durch den angekündigten bundesweiten Lockdown in Österreich und der Vorbereitung der Schulen auf die damit einhergehende Umstellung auf Distance Learning wiederholt zu einer Überlastung des SchoolFox-Systems gekommen“, heißt es seitens des Unternehmens rund um CEO David Schalkhammer. Die Folge: Nutzer konnten sich nicht anmelden, konnten keine Nachrichten empfangen und auch keine Dateien über die Anwendung versenden.

„Wir arbeiten intensiv an deren Behebung“, heißt es weiter. man wolle die System verbessern, um eine „baldige Normalisierung“ zu erreichen. Zwischenzeitlich wird den Nutzern geraten, sich über den Status der App unter https://foxeducation.statuspage.io/ zu informieren. Heute, Montag, gibt es noch keine Probleme, doch gefeit dürften die Server nicht davor sein. Anwendern wird empfohlen, „Aktivitäten gegebenenfalls außerhalb der aktivsten Nutzungszeiträume“ zu verlagern. Das wird nicht immer möglich sein, immerhin wird die App vor allem zu den gewohnten Schulzeiten verwendet werden.

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„Datenmenge höher als erwartet“

„Die Systeme laufen seit unserem Update in der Nacht wieder, obwohl der Traffic heute noch höher ist als gestern“, heißt es seitens der Wiener Firma weiter. „Wir haben uns natürlich auf den Lockdown vorbereitet, trotzdem war die Frequenz und vor allem die Datenmenge der übertragenen Files nochmals viel höher als erwartet.“ Mehr als die Hälfte der österreichischen Schulen würde bereits aktiv mit SchoolFox arbeiten.

Pro Schüler und Schuljahr kostet die App fünf Euro. Gestartet ist die App eigentlich als Datenschutz-konformer Ersatz für WhatsApp, um Eltern mit Lehrern digital kommunizieren lassen zu können. Über Zeit wurden dann weitere Funktionen wie Cloud-Speicher für die gesamte Klasse angeschlossen, damit etwa Hausaufgaben digital abgegeben werden können. Neuerdings gibt es auch Tools für den Video-Unterricht mit bis zu 100 Teilnehmern – und das alles verursacht mittlerweile immensen Datenverkehr, obwohl der Lockdown noch gar nicht begonnen hat.

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