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Scalable Capital: Tencent macht deutschen Neobroker zum nächsten Unicorn

© Scalable Capital
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Das sechste Unicorn Deutschlands heißt: Scalable Capital. In einer Investmentrunde, deren offizielle Bekanntgabe bereits seit geraumer Zeit erwartet wird, holt sich der Neobroker aus München frische 150 Millionen Euro (Series E) vom chinesischen Internetgiganten Tencent und seinen bestehenden Investoren (u.a. BlackRock, HV Capital und Tengelmann Ventures).

Der digitale Handel mit Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Fonds wird damit noch einmal weiter angefeuert. Neobroker, darunter Trade Republic, Bitpanda, nextmarkets und BUX – wurden in den vergangenen Monaten mit sehr viel Risikokapital ausgestattet, um sich ein Rennen um den europäischen Markt zu liefern:

  • Trade Republic: ca. 820 Mio. Euro Funding gesamt
  • Scalable Capital: ca. 260 Mio. Euro Funding gesamt
  • Bitpanda: mehr als 195 Mio. Euro Funding gesamt
  • BUX: ca. 100 Mio. Euro Funding gesamt
  • nextmarkets: ca. 36 Mio. Euro Funding gesamt

„Wir sehen einen enormen Trend, Geld an den Kapitalmärkten anzulegen, statt es auf Bankkonten liegen zu lassen. Hintergrund sind rekordniedrige Zinsen, steigende Inflation und eine wachsende Rentenlücke“, sagt der Österreicher Florian Prucker, Co-CEO und Mitgründer von Scalable Capital – bereits gängige Argumente in der Branche. Ziel sei nun, die „führende Retail-Investmentplattform“ in Europa zu werden.

Neobroker: Bitpanda, Smartbroker, Trade Republic und Co im Vergleich

Einstieg in den Derivatehandel

Differenzierung vom Mitbewerb sucht Scalable Capital über eine Handels-Flatrate, monatliche Sparpläne und Tages- und Festgeldangebote. „Unsere Kundinnen und Kunden können auf automatisch verwaltete, global diversifizierte ETF-Portfolios und – in derselben App – auf den selbstgesteuerten Handel mit Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Fonds zugreifen. Mit unserem Angebot an monatlichen Sparplänen für ETFs, Aktien und Krypto-Anlageformen sind wir einer der Marktführer. Als nächstes planen wir die Einführung des Derivatehandels.“

Scalable Capital wurde 2014 von Erik Podzuweit, dem Österreicher Florian Prucker, Adam French (zuletzt jeweils Goldman Sachs) und Professor Dr. Stefan Mittnik (Inhaber des Lehrstuhls für Finanzökonometrie und Direktor des Center for Quantitative Risk Analysis an der Ludwig-Maximilians-Universität in München) gegründet. Außerdem war der Österreicher Patrick Pöschl (heute Business Angel und Vertreter des Vereins Fintech Austria) an der Gründung beteiligt, schied aber schon vor mehreren Jahren aus dem Unternehmen aus.

Scalable Capital beschäftigt aktuell 230 Mitarbeiter an den Standorten München, Berlin und London. Nun wird vor allem in den Bereichen Bereichen Engineering, Kundenservice und Marketing ausgebaut.

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