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Sarcura: 2,5 Mio. Euro für das niederösterreichische Zelltherapie-Startup

© Sarcura GmbH
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Von personalisierter Medizin, bei der jeder Mensch seine maßgeschneiderten Medikamente aus dem 3D-Drucker bekommt – davon träumen viele schon lange. In Niederösterreich wurde mit Sarcura erst 2019 ein Startup gegründet, dass die industrielle Herstellung personalisierter Zelltherapien revolutionieren möchte – und zwar mit Hilfe einer Geräteplattform zur Automatisierung der Herstellung dieser Medikamente.

Wichtig für Krebsbehandlung

Und dafür gibt es in einer Seed-Finanzierung nun einiges Geld. Insgesamt sind es 2,5 Millionen Euro, die von IST Cube, Nina Capital und Axilium Capital sowie einer AWS-Seedförderung ins Unternehmen kommen. „Mit dieser neuen Finanzierung können wir die Entwicklung unseres ersten Produkts, eines GMP-Zellsortierers mit integrierter Echtzeit Prozess- und Qualitätskontrolle, zügig vorantreiben“, sagt Daniela Buchmayr, Mitgründerin und CEO von Sarcura. Ihre Firma arbeitet an der Schnittstelle zwischen Mikrofluidik und Mikrochip-Technologie.

Abnehmer der Technologie soll künftig die Pharmaindustrie sein. „Die Zell- und Gentherapie wird die Krebsbehandlung revolutionieren, jedoch ist die Herstellung personalisierter Zelltherapien eine riesige Herausforderung für die Industrie und führt neben Skalierungsproblemen zu sehr hohen Kosten. Unsere Geräteplattform ermöglich eine vollständige Automatisierung der Herstellung dieser hochwirksamen, lebenden Medikamente durch Echtzeit Prozess- und Inline-Qualitätskontrolle auf zellulärer Ebene“, so Buchmayr weiter.

Im Umfeld von IST Austria

Der Standort von Sarcura im IST PARK, dem Technologiepark neben dem Campus des IST Austria, entwickelt sich immer mehr zu einem Zentrum für BioTech, HealthTech und Life-Sciences-Startups. Auch contextflow, Ribbon Biolabs, VitreaLab, Prewave oder Valanx Biotech haben vom IST Cube Investments bekommen.

„Sarcura kombiniert ein interdisziplinäres Gründerteam aus erfahrenen Wissenschaftlern und Managern mit einem forschungsbasierten, innovativen Produkt für einen wachsenden Markt mit starkem Bedarf. Mit diesem Profil passt Sarcura perfekt in unseren Investment Scope von frühphasigen wissenschafts- und technologiebasierten Start-ups und Spin-offs“, so Florian Resch, Partner bei IST Cube. Der Risikokaptialgeber ist Lead-Investor des jungen Startups.

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