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sanSirro: Steirisches Startup entwickelt antimikrobielle Handschuhe

Die antibakteriellen Handschuhe von sanSirro. © sanSirro / virusfree.at
Die antibakteriellen Handschuhe von sanSirro. © sanSirro / virusfree.at

Ein Handschuh mit antiviraler Wirkung – was ungewöhnlich klingen mag, ist das neueste Projekt des steirischen Startups sanSirro. Durch spezielle Textilien, die mit recyceltem Silbersalz Mikroben „deaktivieren“ können, wird der Übertragungsweg von Viren unterbrochen.

sanSirro: Handschuhe als Virenschutz

Das Viren auch auf Oberflächen eine bestimmte Zeit überleben können, ist spätestens seit der Covid-19-Pandemie allseits bekannt. Eine Lösung wäre, entsprechende Oberflächen regelmäßig zu desinfizieren – diese Idee stößt aber spätestens in öffentlichen Verkehrsmitteln oder gemeinschaftlich genutzten Räumen an ihre Grenze. Eine andere: Ein entsprechender Schutz für die Hände – die in der Regel vorrangig mit (infizierten) Oberflächen in Berührung kommen. Bis zu 800 Mal greife sich der Mensch laut Studien pro Tag unbewusst ins Gesicht, heißt es von SanSirro. Das Startup, das eigentlich hauptsächlich Sportbekleidung herstellt, produziert darum spezielle Handschuhe und Fingerhüte.

Spezielle Technologie

Der Clou an der Sache ist die spezielle, aus der Schweiz stammende Technologie, wie der Standard berichtet. Durch eine spezielle Behandlung werden Stoffe antiviral und antibakteriell, eingearbeitete Biozide auf Silbersalz-Basis sollen  Mikroben und Keime „deaktivieren“. Die Technologie sei nach ISO 20743 („Bestimmung der antibakteriellen Wirksamkeit von textilen Produkten“) zertifiziert. Alle Produkte sind laut der Webseite bei 40 Grad waschbar und flüssigkeitsabweisend.  Man habe bei den Überlegungen “ vor allem Flächen ins Auge gefasst, die Menschen berühren müssen“, heißt es von Hannes Steiner, Geschäftsführer des Startups. Zuerst habe man an Türklinken und Lichtschalter gedacht. Gerade in der kalten Jahreszeit könnten die speziellen Handschuhe aber auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Großraumbüros gute Dienste verrichten.

Verhandlungen mit Kommunen

Langfristig könnten laut Steiner auch ähnliche Lösungen für Schulen, Kindergärten oder für den Einzelhandel und medizinische Versorgungseinrichtungen „interessant werden“. Man befinde sich bereits in Verhandlungen mit diversen Supermarktketten und Kommunen. Kurzfristig sind neben den Handschuhen (namens FEELsafe) und Fingerhüten (TIPsafe) auch Überzüge für Türschnallen (TOUCHsafe) und Ummantelungen für die Querstangen (SHOPsafe) bei Einkaufswägen verfügbar.

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