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Russmedia Equity Partners will Flohmarkt-App Shpock übernehmen

In vielen Händen: Die App von Shpock. © Shpock
In vielen Händen: Die App von Shpock. © Shpock

Nach einem mehrjährigen Ausflug in den Besitz des norwegischen Medienriesen Schibsted bzw. dessen börsennotierter Tochter Adevinta sieht es derzeit so aus, als würde die Flohmarkt-App Shpock in österreichischen Besitz zurückkehren. Denn der aktuelle Besitzer des mobilen Kleinanzeigen-Portals, Adevinta, hat soeben bekannt gegeben, dass Russmedia Equity Partners, der Investmentarm des Vorarlberger Medienhauses Russmedia, der geeignetste Käufer für Shpock ist.

„Wir sind aktuell in intensiven Gesprächen mit dem Eigentümer, Adevinta. Wir würden uns freuen, wenn wir den Zuschlag bekommen“, heißt es seitens Russmedia Equity Partners. Russmedia Equity Partners hat zwar den Hauptsitz in Liechtenstein, gehört aber ganz klar zum Vorarlberger Medienhaus und fokussiert sich bei seinen Investments auf Online-Marktplätze, Aggregatoren and SaaS-Geschäftsmodelle.

Zu einem Kaufpreis gibt es aktuell keine Informationen. Wie berichtet ist Adevinta von Wettbewerbsbehörden unter Druck gesetzt worden, die drei Online-Portale Gumtree, Motors.co.uk und eben Shpock abstoßen zu müssen, um für die geplante Übernahme der eBay Classifieds Group die Zustimmung zu bekommen. Seitens der britischen Wettbewerbsaufsicht CMA sowie der österreichischen Wettbewerbsbehörde gab es dazu Bedenken, weil so ein zu großer Online-Riese im Bereich der Kleinanzeigen geschaffen werden könnte.

Endgültige Zustimmung noch ausständig

Nun ist der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA eben Russmedia Equity Partners als geeigneter Käufer von Shpock vorgeschlagen worden. „Die CMA ist vorläufig zu dem Schluss gekommen, dass die vorgeschlagenen Verpflichtungen wirksam sein werden und dass sie keine Bedenken hinsichtlich ihrer Umsetzung hat“, heißt es in einer Aussendung von Adevinta. Die Zusage zur Übernahme braucht noch die endgültige Genehmigung durch die CMA nach einem heute beginnenden zweiwöchigen öffentlichen Konsultationsverfahren.

„Adevinta und eBay freuen sich weiterhin über den erwarteten Zusammenschluss von Adevinta und eBay Classifieds Group und streben den Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2021 an, vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung der CMA und der behördlichen Genehmigung in Österreich“, heißt es weiter.

Durch ist die Angelegenheit auch in Österreich noch nicht. „Der Zusammenschluss muss in Österreich noch angemeldet werden. Sobald die Anmeldung erfolgt ist, wird die BWB diesen im Hinblick auf die wettbewerblichen Auswirkungen prüfen“, heißt es in einem Statement seitens der österreichischen Wettbewerbsbehörde gegenüber Trending Topics.

Flohmarkt-App Shpock soll wieder verkauft werden – Wettbewerbsbehörde prüft

Die Geschichte von Shpock ist eine bewegte. Gegründet von Armin Strbac, Katharina Klausberger und und Stefan Fleig ursprünglich als Finderly, erlangte die App nach einem Pivot große Beliebtheit als mobile Alternative zu eBay und Co. der norwegische Medienkonzern Schibsted hat Shpock im Jahr 2015 zu einer Bewertung von damals 190 Millionen Euro mehrheitlich übernommen. Dann folgte 2018 eine massive Kündigungswelle, danach wurde Shpock mit einer Reihe von Kleinanzeigen-Marktplätzen im Besitz von Schibsted zu der heute börsenotierten Adevinta zusammen gefasst. Aus dieser wird Shpock nun voraussichtlich wieder herausgelöst und geht zu österreichischen Eigentümern zurück.

Disclaimer: Russmedia ist auch Shareholder von Trending Topics.

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