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Runtastic stellt Web-Version ein und verschlankt App-Angebot

Machen gemeinsame Sache: Runtastic und Google. © Adidas
Machen gemeinsame Sache: Runtastic und Google. © Adidas

Am 27. Mai hat der erfahrene US-Amerikaner Scott Dunlap als neuer General Manager die Leitung von Runtastic übernommen. Einige Monate später macht sich die neue Führung bei der Paschinger Adidas-Tochter bemerkbar. Nutzer wurden darüber informiert, dass die Web-Version von Runtastic eingestellt wird. Die Fitness-Apps soll man künftig ausschließlich via Smartphone nutzen. Das bedeutet auch, dass es einige Funktionen – z.B. erweiterte Statistiken, Erstellen von Routen – nicht mehr zur Verfügung stehen.

„Damit wir dir das beste Lauf- und Trainings-Erlebnis bieten können, möchten wir uns von jetzt an ganz auf die Weiterentwicklung unserer Apps konzentrieren. Leider wurden daher die meisten Web Features und -Funktionen entfernt“, heißt es dazu seitens Runtastic gegenüber Nutzern im App Store. Und weiter: „Während wir uns von einigen Web-Features verabschieden, sind die meisten deiner Lieblingsfunktionen weiterhin in der Runtastic App zu finden.“

Wie man etwa auf der Facebook-Seite von Runtastic bzw. in App-Reviews nachlesen kann, sind einige Nutzer überhaupt nicht erfreut über die Einstellung der Web-Version. Teilweise drohen sie damit, zur Konkurrenz abzuwandern.

App-Portfolio wird verschlankt

Künftig wird man in der App zwar nach Routen suchen und sich diese speichern können. Allerdings wird es nicht möglich sein, neue Routen zu erstellen. Zu den erweiterten Statistiken heißt es: Weil aber auf deinem Smartphone-Bildschirm nur begrenzt Platz vorhanden ist, werden einige Statistiken und Grafiken der Webversion in der App nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Einloggen wird man sich auf der Webseite weiterhin können, um dort Trainingsprotokoll und/oder Daten zu exportieren.

Außerdem soll das App-Portfolio von Runtastic verschlankt werden. Die bisher verfügbare kostenpflichtige Pro-Version wird nicht mehr weiter entwickelt, stattdessen sollen die Nutzer die „normale“ Runtastic-App verwenden und dort per In-App-Kauf die kostenpflichtigen Zusatzfunktionen freischalten. Auch die App „Road Bike“, die für Fahrradfahrer gedacht war, wird eingestellt.

Runtastic feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag und beschäftigt mittlerweile über 240 Mitarbeiter. Scott Dunlap bildet gemeinsam mit den Mitgründern Alfred Luger und Christian Kaar sowie Mathis Gerkensmeyer das Führungsteam der Adidas-Tochter. Der ehemalige CEO Florian Gschwandtner ist mit Anfang des Jahres aus dem Unternehmen ausgeschieden und betätigt sich mittlerweile als Business Angel.

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