IFA 2015

Runtastic launcht analoge Uhren mit Fitness-Tracker – in Kooperation mit der Welser Firma Krippl

Die Moment-Kollektion, wie sie auf der IFA gezeigt wird. © Jakob Steinschaden

Smarte Uhren sind das dominierende Thema der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin – und da darf eigentlich auch die nunmehrige Adidas-Tochter Runtastic aus Pasching (OÖ), die bereits mit Fitness-Trackern und Laufuhren am Markt ist, nicht fehlen. Tut sie auch nicht: Wie TrendingTopics.at bereits vorab in Erfahrung brachte und vor Ort begutachten konnte, werden unter der Runtastic-Marke ab sofort auch Uhren mit Fitness-Funktionen verkauft. Die neue „Moment“-Linie besteht aus vier Kollektionen („Fun“ um 130 Euro, „Basic“ um 130 Euro, „Elite“ um 200 Euro und „Classic“ um 200 Euro) und insgesamt zehn verschiedenen Modellen – von der pinken „Fun“-Uhr bis zur goldenen „Classic“-Ausgabe mit Lederarmband.

Runtastic schlägt dabei unkonventionelle Wege ein. Anstatt ein Gerät mit Touchscreen-Display zu bieten, hat man in analoge Uhren die Sensoren eines Fitness-Trackers verbaut, der Schritte, Distanz, aktive Minuten, verbrannte Kalorien und Schlafphasen misst. Ein Pulsmesser, die viele Smartwatches mittlerweile standardmäßig bieten, fehlt allerdings.

Daten werden in App gesammelt

Die Daten können via Bluetooth an ein Smartphone (iPhone, Android und sogar Windows Phone) gesendet werden, wo sie von der Runtastic Me-App, mit der schon der Fitness-Tracker „Orbit“ kommuniziert, verarbeitet werden. Aber es gibt auch Kommunikation in die andere Richtung: Man kann in der App Tagesziele definieren (z.B. zurückgelegte Distanzen), die dann direkt am Ziffernblatt in einer kleinen, analogen Anzeige ablesen kann. Laut Runtastic-CEO Florian Gschwandtner soll man so „interessante, vielleicht sogar lebensverändernde Daten“ sammeln können.

Die Runtastic-Uhren sollen laut Hersteller „Tradition und Moderne“ verbinden – was sie auf etwas unzeitgemäß Art und Weise auch tun. Am Design merkt man ihnen eigentlich nicht an, dass sie einen Fitness-Tracker verbaut haben, und im Inneren spendet eine ganz normale Uhrenbatterie Strom. Sie soll sechs Monate halten und lässt sich danach einfach austauschen. Die Uhren sind ab sofort im Online-Shop von Runtastic zu bestellen und sollen in Kürze auch im Fachhandel zu haben sein.

Kooperation mit Krippl aus Wels

Dass unter der Runtastic-Marke überhaupt eine Uhrenkollektion auf den Markt kommen kann, ist eigentlich das Werk der Welser Firma Krippl, die seit 1991 als Import-, Großhandels- und Exportfirma tätig ist und derzeit eigenen Angaben zufolge 56 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland, Hongkong und den USA beschäftigt (Jahresumsatz: mehr als 30 Mio. Euro). Krippl hat sich Runtastic als Marke lizensiert und kann so Produkte mit der Runtastic-Brand verkaufen. Die Uhren selbst werden in enger Kooperation mit einem chinesischen Hersteller entworfen, in China produziert und von dort in der ganzen Welt vertrieben. Krippl hat übrigens auch alle anderen Hardware-Produkte von Runtastic (z.B. Waage, Laufuhr, Brustgurt) produzieren lassen.

Krippl hat außerdem neben Supermarktketten wie Hofer/Aldi, Interspar oder jene der REWE-Group auch Media-Saturn, Hartlauer sowie Amazon als Vertriebspartner und wird aller Voraussicht nach dort die Runtastic-Uhren platzieren. Neben Runtastic führt Krippl übrigens auch Tractive (oberösterreichisches Start-up mit Tracking-Geräten für Haustiere) als Vertriebsmarke an. Die Runtastic-Gründer wiederum sind bei Tractive investiert – oberösterreichische Firmen arbeiten offenbar gerne und viel zusammen.

Offenlegung: Die Reise zur IFA in Berlin von TrendingTopics.at wurde von Samsung Österreich bezahlt.

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