Gaming

rudy games: 20.000 Euro für das Spiel „Interactions“ durch Crowdfunding erreicht

Sharing is caring:

Brettspiel und App als kombiniertes Spiel – die Spezialität von rudy games aus Linz. © rudy games
Brettspiel und App als kombiniertes Spiel – die Spezialität von rudy games aus Linz. © rudy games

 

Es hat sich im Sommer 2012 ziemlich gut ergeben: Drei Freunde, die schon seit der Schulzeit gerne gemeinsam zocken. Egal, ob digital oder klassisch analog am Brett. Gerti Kurzmann arbeitete im sozialen Bereich, Manfred Lamplmair war IT-Spezialist und Reinhard Kern Designer. Während eines langen Spiele-Abends beschlossen sie, dass sie selbst welche entwickeln wollen. Daraus entstand die Firma „rudy games“.

Acht Milliarden Marktvolumen

Zwei Jahre später starteten sie für das Strategie-Spiel „Leaders“ eine Kickstarter-Kampagne. „Plötzlich entdeckten wir, dass es dafür einen Markt gibt“, sagt Manfred Lamplmair. Nur für den Prototypen des Spiels, das während des Kalten Krieges angesiedelt ist, nahmen sie 8.000 Euro ein. Die Besonderheit war das „combined gaming“. Das Brettspielformat wird durch eine App unterstützt. Rund 52.000 Leaders-Spieler sind derzeit aktiv. „Damit holten wir Kunden aus beiden Segmenten ab. Sowohl digitale Gamer, als auch Fans des analogen Spiels interessierten sich für das Produkt.“ Große Handelsketten wie Libro und Conrad listeten „Leaders“. Die Firma erhielt für das Konzept den „Silbernen Stephan 2016“ – einen begehrten Spieleentwicklerpreis. Insgesamt ist der Brettspielmarkt acht Milliarden schwer und hat damit ein Volumen von rund einem Zehntel des digitalen Gaming-Marktes. . Bestsellern wie „Activity“ oder „Risiko“ werden in Millionenauflagen verkauft.

App und Brett werden zu „combined gaming“

Wiederum 18 Monate später folgt jetzt das neue Spiel Interactions. Im April ging die Kickstarter-Kampagne online. Jetzt ist die 20.000 Euro-Schwelle erreicht. Interactions kombiniert wiederum beide Konzepte. Vorteil bei Interactions zum Vorgänger: Die App lernt mit. „Je nach Vorlieben und Interessen des einzelnen Spielers werden passende Fragen gestellt. Egal, ob Fußball-Fan oder Serien-Junkie, die App lernt dazu“, so Lamplmair.

Die Firma sammelt die Daten der Spieler und entwickelt die Konzepte weiter. „Wir wissen haargenau, wer mit wem, wann und wo spielt. Das ist pures Gold für künftige Entwicklungen“, sagt Lamplmair. Die Daten werden dezidiert nicht weiterverkauft. Konkurrenz in genau diesem Segment gibt es derzeit keine. Ähnliche Ansätze verfolgen Fantasy Flight Games mit „Villen des Wahnsinns“ und die Firma XCOM. Dort dient die App aber als Spielleiter und ist nicht direkt in den Spielfluss integriert.

Springe zu:

Mehr Stories

Be smart and nice ;)

Ganzen Artikel lesen